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Großhandel macht ver.di für Entlassungen verantwortlich

(ddp-nrw). Die Arbeitgeber im Großhandel haben die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Entlassungen in der Branche verantwortlich gemacht. Weil ver.di in Nordrhein-Westfalen darauf bestehe, dass Kurzarbeitern ein hoher Zuschuss von den Arbeitgebern gezahlt werde, sei das Instrument der Kurzarbeit für viele Unternehmen unattraktiv, sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes Großhandel in NRW, Michael Grütering, am Montag in Düsseldorf. Die Arbeitgeber setzten daher direkt auf Kündigungen. Bei ver.di war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nach Angaben der Arbeitgeber sind in diesem Jahr bereits 1500 Beschäftigte im Großhandel entlassen worden. Grütering sagte, er gehe davon aus, dass es nach den Sommerferien mindestens noch einmal so viele Kündigungen geben werde, sollte ver.di nicht einlenken.

Der Tarifvertrag sieht vor, dass Kurzarbeiter von ihren Arbeitgebern einen Zuschuss von 16 Prozent des letzten Nettoverdienstes zusätzlich zum Kurzarbeitergeld erhalten. Grütering sagte jedoch, der Tarifvertrag sei vor 25 Jahren unterzeichnet worden. In der derzeitigen Krise sei diese Regelung nicht mehr zu halten.

In der Branche arbeiten nach Arbeitgeberangaben 270 000 Beschäftigte in NRW.

(ddp)


 


 

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