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  • 15.10.2014, 10:02 Uhr
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Gründerinnen

Warum Frauen anders gründen

Gleiche Arbeit, gleiche Bezahlung, eben genau so, wie es im Grundgesetz der Bundesrepublik vorgeschrieben ist. Das ist jedoch noch immer Utopie und ein heiß diskutiertes Thema.

Gerade auch auf Veranstaltungen, wie dem Internationalen Frauentag wird angesprochen, wie die Gleichbehandlung in der Realität denn umgesetzt werden soll. Die berufliche Gleichstellung der Frauen ist in der Theorie eine Selbstverständlichkeit, in der Praxis jedoch verdienen Frauen in Deutschland noch immer im Schnitt 22 Prozent weniger, laut den Angaben des Statistikportals Statista. Hinzu kommt, dass sie in Sachen betrieblicher Weiterbildung weniger häufig berücksichtigt werden und insgesamt weitaus seltener in Führungspositionen zu finden sind. Die Ausnahme bilden Unternehmen, die von Frauen gegründet werden. Oder Familienunternehmen, in denen häufiger als in großen Konzernen, Frauen nach und nach auf die Führungsspitze hinarbeiten können. Häufig kommt es auch in Familienunternehmen vor, die eine Frau an der Spitze haben, dass sie allein aus dem Grund in einer Führungsposition zu finden sind, weil männliche Nachkommen in der Familie ausgeblieben sind. Um sich nicht mehr mit der Männerwelt am Arbeitsplatz herumschlagen zu müssen, überlegen immer mehr Frauen, in die Selbstständigkeit zu gehen. Der Anteil der Frauen bei den Selbstständigen liegt derzeit bei fast 45 Prozent, mit steigender Tendenz.

Teilzeit-Selbstständigkeit

Frauen gründen grundsätzlich anders. Dies liegt vor allem an ihrer Doppelrolle als Mütter und Berufstätige. Viele Frauen versuchen zunächst, eine Teilzeit-Selbstständigkeit oder beginnen, ihr eigenes Projekt in der Elternzeit umzusetzen. Aber auch von der Ausbildung her sind weibliche Existenz Gründer anders. Sie bevorzugen noch immer schöngeistige Fächer im Studium oder machen eine Ausbildung eher in Büros als im klassischen Selbständigen-Metier des Handwerks. Da diese Berufe, die mit einer solchen Berufsausbildung ausgeübt werden, klassische Angestelltenberufe sind, brauchen Frauen eine besondere Idee für ihre Selbstständigkeit. Kreative Selbstständige liegen absolut im Trend momentan, zudem gibt es im kreativen Bereich weitaus mehr Fachpersonal.

Weibliche Tugenden

Zu den bevorzugt genannten Tugenden, die dem weiblichen Geschlecht nachgesagt werden, und die ihm auch von der Wiege an anerzogen werden, zählen Selbstreflexion und Vorsicht. Kleine Jungs werden ermutigt, Risiken einzugehen, kleine Mädchen werden in der Regel angehalten, nicht zu viel zu riskieren. Existenzgründerinnen wägen daher viel genauer die Risiken ihrer Entscheidung ab und brauchen auch länger für die Entscheidungsfindung. Gerade in Sachen Finanzen scheuen viele Frauen das Risiko. Dies führt außerdem dazu, dass Frauen viel häufiger Existenzgründung sseminare belegen, sich kompetent informieren wollen vor dem Schritt in die Selbstständigkeit. Erst dann wagen sie sich ins kalte Wasser. Deutschland liegt in der westlichen Hemisphäre am Ende der Tabelle der Existenzgründerinnen, da in der Bundesrepublik die wenigsten Gründerinnen aller Industriestaaten verzeichnet sind.

Networking als Lösung

Wenn Frauen mit anderen Frauen zusammenarbeiten, wird auch die Selbstständigkeit einfacher. Aus diesem Grund gibt es auch die Gründerinnenagentur des Bundes. Dabei handelt es sich um ein Informationszentrum, dass Frauen in der Selbstständigkeit unterstützt, indem ihnen kompetente Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen. Den Service der Gründerinnenagentur können Existenzgründerinnen in Anspruch nehmen, egal in welcher Stufe der Gründung sie sich befinden. Zudem sollten Frauen über diverse Foren, Kontakte zu anderen Gründerinnen knüpfen und Gründerinnenstammtische besuchen. Dort können Visitenkarten und anderes Marketingmaterial ausgetauscht werden und über den Online-Auftritt auf den Gründerinnenportalen eingestellt werden. Das erhöht den Bekanntheitsgrad.

Tipps für Gründerinnen

Frauen sind in den Vorständen deutscher Unternehmen noch immer stark unterrepräsentiert. Statt wie Sisyphos in der griechischen Sage vergebens immer wieder gegen die Schwerkraft zu kämpfen, entscheiden sich viele Frauen auszutreten, aus der Berufswelt , die so eindeutig Männer als kompetenter in Führungspositionen zu sehen scheint, indem sie ihr eigenes Ding zu machen. Für Frauen, die in die Selbstständigkeit starten, gibt es noch viele andere Möglichkeiten, sich den Start kompetent erleichtern zu lassen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat ein e-Training speziell für weibliche Gründer ausgearbeitet, in welchem Beratungsangebote und Finanzierungsplanungen angesprochen werden.

Weitere Ideen zur Förderung weiblicher Selbstständigkeit:

  • differenzierterer Überblick über Beratungs- und Fördererfolge
  • geschlechtsspezifische Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung mit dem Programm „Power für Gründerinnen“
  • universitäre Beratungsprogramme, die junge Akademikerinnen über die Möglichkeiten der Existenzgründung informieren

Aufgrund ihrer sozialen Kompetenzen haben Frauen in Sachen Networking einen entscheidenden Vorteil bei der Existenzgründung. Zu Beginn der Selbstständigkeit etwa, oder wenn das selbstständig sein vorerst nur in der Planungs-Phase ist, scheuen weibliche Gründerinnen sich nicht, sich kompetente Hilfe zu suchen. Aber auch gerade weil sich Frauen viel länger Zeit lassen mit dem Schritt in die Selbstständigkeit, sind sie gern gesehene Kunden bei Banken etwa, und sie werden auch gerne gefördert, da es viel seltener Kreditausfälle bei weiblichen Gründerinnen gibt.

PR und Marketing

In diesem Bereich könnten Frauen sich noch ein bisschen mehr Risikobereitschaft und Selbstbewusstsein zulegen. Denn die Vermarktung des eigenen Unternehmens ist das A und O für den Erfolg. Dazu gehören Online-Kurse, die verschiedene Strategien zur Existenzgründung und den darauf folgenden Marketingprozess vermitteln. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie Selbstvermarktung funktioniert und wie die richtigen Kunden für das eigene Produkt angezogen werden. Gerade zu Beginn ist das Budget oft schmal, dennoch sollte nicht an PR und Marketingmaßnahmen gespart werden, denn sie garantieren einen langfristigen Bekanntheitsgrad und eine steigende Zahl an Kundschaft. Auf Existenzgründungsportalen werden Tipps dazu gegeben, wie auch mit einem knappen Budget ein erfolgreiches Marketing in der Gründungsphase möglich ist. Gerade bei Gründerinnen, die einen Online-Service, wie etwa eine Texterei oder eine Übersetzerinnen-Selbstständigkeit anstreben, bietet sich auch der self-made Flyer an. Ein durchaus werbewirksames Mittel, das eigene Unternehmen noch bekannter zu machen, sind auch Werbeaufkleber aller Art. Dabei ist es, wie auch bei allen anderen Werbeformen wichtig, drei grundlegende Tipps zu beachten:

  • Bestimmung der Ziele und der Zielgruppe
  • Passendes Format und Layout wählen
  • Auswahl des Basismaterials und des Druckverfahrens (speziell im Falle der Werbeaufkleber)

    Quelle: www.label-bar.de

Hilfreiche Gedankengänge vor der Existenzgründung werden auch im Service Video der Pink University angesprochen. Mehr dazu hier.
Frauen gründen zwar, wie erläutert, anders, aber nicht weniger erfolgreich. Die passende Idee und eine durchdachte Umsetzung bringen auch Frauen zum Erfolg.

(Redaktion)


 


 

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