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Head-Crash Lesung

Wein steigert die Spannung

Bei einer ungewöhnlichen Autorenlesung im „Gloria“ outete sich der Schriftsteller Christian Eckl als fundierter Weinkenner. Er servierte seinen Zuhörern bei diesem Meeting nicht nur Auszüge aus seinem neuen Erfolgsroman „Head-Crash“ sondern dazu auch die passenden edlen Tropfen, die in seinem Buch eine wichtige Rolle spielen.

Mit einem rassigen Riesling aus dem Kloster Eberbach begann die denkwürdige Weinprobe, die die Story um den noch minderjährigen Unternehmer Ralf Wolkenburg auf das Angenehmste würzte. In „Head-Crash“ erzählt Christian Eckl von dem kometenhaften Aufstieg des an seinen Rollstuhl gefesselten Konzernchefs, der in wenigen Jahren sein Imperium bis nach Südamerika und in die USA ausdehnte. Er ist so clever, dass er lange Zeit die „alten Hasen“ austrickst und ihnen zeigt, wie man im Zeitalter der Globalisierung Profit macht. „Mit seinen achtzehn Jahren sah Ralf aus wie ein Fünfzehnjähriger, verhandelte mit seinen Geschäftspartner aber wie ein Fünfzigjähriger“, schreibt Eckl über seinen Helden, der viele Leser an den erstaunlichen Aufstieg und tiefen Fall eines sehr realen „Wunderknabens“ der deutschen Wirtschaft erinnert.

Château Lafite Rothschild, einen der berühmtesten Tropfen aus dem Bordeaux, ließ der Autor als nächstes verkosten. Für seinen Helden war dieser Wein lange Zeit problemlos bezahlbar. Bis seine Geschäft von seinem ehemaligen Partner Lothar Rochelle geschickt torpediert werden. Dessen Aktivitäten stören den Expansionsdrang Wolkenburgs. Denn Rochelle verdächtigt den Jung-Unternehmer des unaufgeklärten Mordes an seiner Frau.

Immer hektischer agiert der Konzernchef, beginnt mit dem Bau von Wolkenkratzern in San Francisco, startet einen internationalen Pharmadeal, findet Kreditgeber in den USA, die aber plötzlich wieder abspringen... Bald erfindet Wolkenburg profitable Verträge mit Siemens, die ihn und seine Firmen retten sollen. Doch auch der schwere, dunkelrote Merlot aus Chile, den Christian Eckls Zuhörer als letzten Wein probieren durften, rettet Ralf Wolkenburg nicht bei seinen verzweifelten Versuchen, seinen Konzern zu retten.

 

Der Autor Christian Eckl (45) ist Inhaber eines Verlages für Wirtschaftspublikationen in Bedburg. Sein Insiderwissen auf Vorstandsetagen und vielen Gesprächen mit Wirtschaftskapitänen hat er in diesem Roman kombiniert mit seinem Hang zum investigativen Journalismus. Seine Kollegen in der Tages- und Magazinpresse haben auf diese Weise schon viele „Merkwürdigkeiten“ im Bereich der deutschen Wirtschaft aufgedeckt. Bevor der Autor diesen Thriller aus der Welt der Großfinanz verfasste, schrieb er Essays über biblische Geschichten aus dem Alten Testament. Derzeit arbeitet er an „Faust 0“, einer Tragödie, in der Weltliteratur mit der rauen Sitten der Werbung kollidiert.

Eckl schildert in „Head-Crash“ das Umfeld von prominenten Wirtschaftsvertretern und Managern als Tummelplatz von Egozentrikern. Wenn zu ihrem Streben nach Erfolg zunehmender Realitätsverlust kommt, wundert das Scheitern niemand. Doch die Einblicke in das Spiel der Reichen und Mächtigen, die das Buch dem Leser vermitteln, faszinieren mit einem Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite. Und das völlig unerwartete Ende des Romans gestaltet Christian Eckl als gelungenen Coup. Die sehr unterhaltsame Autorenlesung mit Weinprobe wurde abgerundet durch den Auftritt des Sängers und Stimmenimitators Marc Lorinser, der mit seiner Show alle amüsierte. Von Frank Sinatra bis Willy Brandt, von Udo Lindenberg bis Herbert Grönemeyer – Lorinser traf ihren Tonfall und ihre Art des Vortrags bestens.

„Head-Crash“ ist erschienen im
Mitteldeutschen Verlag, Halle (Saale)
ISBN 978-3-89812-465-2

(Ulrich Gross)


 


 

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