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Bundeskartellamt leitet Missbrauchsverfahren bei Heizstrom ein

(ddp.djn). Das Bundeskartellamt hat ein Missbrauchsverfahren gegen Anbieter von Heizstrom eingeleitet. Untersucht werde die Preisgestaltung bei der Belieferung von Verbrauchern mit Strom zum Betrieb von Nachtspeicherheizungen und elektrischen Wärmepumpen, teilte die Bonner Behörde am Donnerstag mit.

Donnerstag  Die Ermittlungen beträfen ausschließlich den vom Bundeskartellamt als eigenständig angesehenen Markt für Heizstrom. In diesem Markt gebe es so gut wie keine alternativen Anbieter und damit auch keine Wechsel- und Ausweichmöglichkeiten für die Kunden.

Der Verbrauch an Heizstrom liegt der Behörde zufolge jährlich bei rund 20 Milliarden Kilowattstunden. Etwa vier Prozent aller Wohnungen in Deutschland würden mit Strom beheizt, also rund zwei Millionen Wohneinheiten, gab das Kartellamt weiter an. Die Unternehmen, gegen die ein Verfahren eingeleitet worden sei, belieferten insgesamt rund 700 000 Kunden, teilte die Behörde mit. Mit Ergebnissen wird nicht vor nächstem Frühjahr gerechnet.

Namen der von der Untersuchung betroffenen Unternehmen nannte die Behörde nicht. Sie befänden sich überwiegend im Süden und Westen Deutschlands, da hier Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen stärker verbreitet seien, hieß es lediglich. Ein Behördensprecher bezifferte die Zahl der untersuchten Versorger auf «rund 20», wollte unter Verweis auf die Unschuldsvermutung jedoch keine weiteren Angaben machen.

Ein Sprecher der EnBW Energie Baden-Württemberg bestätigte Dow Jones Newswires, von den Wettbewerbshütern angeschrieben worden zu sein. Er wies aber darauf hin, nicht unmittelbar vom Missbrauchsverfahren betroffen zu sein: «Wir wurden als Vergleichsunternehmen in die Untersuchung einbezogen und haben einen entsprechenden Fragenkatalog erhalten», sagte der Sprecher des Karlsruher Versorgers.

Auch die Mannheimer MVV Energie hat nach Aussagen eines Sprechers eine Anfrage erhalten. «Wir werden die gewünschten Informationen selbstverständlich zur Verfügung stellen», sagte der Unternehmensvertreter. Er bezeichnete das mit Heizstrom betriebene Geschäftsvolumen als «äußerst gering».

Ein Sprecher der Düsseldorfer E.ON-Konzerns sagte, das fünf Regionalversorger des Konzerns ein Auskunftsgesuch vom Kartellamt erhalten hätten. Die entsprechenden Auskünfte würden erteilt.

(ddp)


 


 

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