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Bildungspolitik

1. Forum der HFU: Deutschland muss bei der Bildung wieder konkurrenzfähig werden

Raus aus der Bildungsmisere – hin zur besseren Vorbereitung junger Menschen auf den Beruf. Das war der Tenor beim 1. Forum der Hochschule für Unternehmensfürung (HFU) am 10. September 2009 in der BayArena in Leverkusen. Zum Thema „Auswirkungen der Bildungsreformen auf den Arbeitsmarkt“ tauschten Dr. Wolfgang Gerhardt, ehemaliger Bundesvorsitzender der FDP, Gregor Berghausen Geschäftsführer der IHK Köln, OBI-Gründer Manfred Maus und HFU-Gründer und Vorstand Dr. Hubert Schäfer Meinungen zu gegenwärtigen Schwächen und zukünftigen Chancen der Bildungspolitik in Deutschland aus.

Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Talkmaster Hans Meiser. Der Einladung von Dr. Hubert Schäfer und Dr. Silke Mittrach, ebenfalls Gründerin und Vorstand der HFU, waren circa 70 Unternehmensvertreter verschiedener Branchen gefolgt.

Nur 34% aller Schulabgänger in Deutschland entscheiden sich für ein Studium. „Das ist zu wenig im internationalen Vergleich und für den deutschen Arbeitsmarkt“, so Schäfer. „Nach 16 Gesetzesänderungen in unserem Hochschulgesetz allein Nordrhein-Westfalen betreffend, fühlen sich die Studenten schlichtweg veräppelt. Wir müssen ihnen eine akademische Ausbildung bieten, die nicht nur deutschlandweit, sondern auch international Anerkennung findet.“ Gerhardt, der in den 90er Jahren die erste private Hochschule in Hessen als Wissenschaftsminister auf den Weg brachte, forderte mehr Wettbewerb bei den Hochschulen und vor allem sinnvolle Systeme zur Studienfinanzierung. Ein Schritt in die richtige Richtung ist dabei das duale Studium, welches Hochschulstudium und praktische Ausbildung verbindet.

Schon jetzt sind die Studienplätze im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich nicht ausreichend. Diese Situation wird sich mit den doppelten Abiturjahrgängen ab 2011 noch verschärfen, darin war sich die Diskussionsrunde einig. Staatliche Hochschulen allein können den Bedarf bei weitem nicht decken. Außerdem seien diese immer noch viel zu praxisfern, stellte Berghausen fest. Private Bildungsanbieter wie die HFU setzten dagegen verstärkt auf die Einbindung praktischer Erfahrungen in die Ausbildung. „Wir bilden für die Unternehmen fertige Mitarbeiter aus, die wissen, wie die internationale Wirtschaftspraxis funktioniert“, sagte Schäfer. „Durch unsere Verbindungen zu britischen Universitäten garantieren wir nicht nur international anerkannte Abschlüsse, sondern auch bessere Chancen auf dem weltweiten Arbeitsmarkt.“ Neben fachlichen Inhalten müsse eine Hochschule ihren Studierenden darüber hinaus ganz grundlegende Verhaltensformen vermitteln, so Maus zum Thema. Die Führungskräfte von morgen sollten sich durch Charakter, Leistungsbereitschaft und ein gutes Maß an Respekt auszeichnen.

(Redaktion)


 


 

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