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Anklage gegen Hochtief-Manager erhoben

(ddp-nrw). Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen mehrere Manager des Essener Baukonzerns Hochtief erhoben. Den sechs Projektleitern und kaufmännischen Niederlassungsleitern werde Beihilfe zum Lohnwucher vorgeworfen, sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Mittwoch auf ddp-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwochausgabe). Ihnen wird vorgeworfen, rund drei Dutzend türkischen Bauarbeitern statt des vorgeschriebenen Mindestlohns von gut 8 Euro netto nur 2,50 bis 3,50 Euro pro Stunde gezahlt zu haben. Zudem sollen sie Aufenthaltsgenehmigungen für Arbeiter erschlichen haben.

Als Haupttäter gilt der Geschäftsführer eines Subunternehmens, wie Winkler weiter sagte. Dieser habe die Dumpinglöhne ebenso billigend in Kauf genommen wie die Hochtief-Manager. «Da wurde so kalkuliert, dass auch der Subunternehmer nur mit Dumpinglöhnen arbeiten konnte», sagte der Oberstaatsanwalt.

Die Anklage ist das Ergebnis zweijähriger Ermittlungen. Im schlimmsten Fall droht Hochtief künftig der Ausschluss von Aufträgen der öffentlichen Hand. Dieses Szenario sei aber «recht weit hergeholt», sagte Winkler und fügte hinzu: «Wir müssen erst mal sehen und abwarten.»

(ddp)


 


 

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