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IG Metall fordert eindeutiges Bekenntnis der Kanzlerin zu Opel

(ddp-nrw). IG-Metall-Vizechef Detlef Wetzel fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein klareres Bekenntnis zum angeschlagenen Autobauer Opel. «Frau Merkel hat es versäumt sich festzulegen«, kritisierte Wetzel in der in Hannover erscheinenden »Neuen Presse» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Wenn sich kein Privatinvestor für Opel finde, müsse der Staat einspringen. »Wir sehen keinen Grund, der gegen ein vorübergehendes staatliches Engagement spricht«, sagte Wetzel.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte der »Passauer Neuen Presse« (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht, es gebe eine Reihe ernsthafter Investoren für Opel. Da es in Zeiten der weltweiten Konjunkturkrise aber schwierig sei, kurzfristig ausreichend Kapital zu beschaffen, sei die Politik gefordert, Investitionen für eine Übergangszeit mit Bürgschaften abzusichern. Zu einer direkten staatlichen Beteiligung bei Opel sagte Koch indes: «Der Staat ist kein guter Unternehmer.»

Wetzel sagte hingegen, die Bundesregierung dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Politik trage Mitverantwortung für die Krise, weil sie die Finanzmärkte liberalisiert habe. Nach Opel werde eine Reihe ähnlicher Fälle folgen. «Wenn es in den nächsten Monaten zu einer Welle von Insolvenzen kommt, wird eine Weiterführung ohne staatliche Hilfe nicht immer möglich sein», sagte Wetzel.

Zur Finanzierung der Unternehmenshilfen schlug der IG-Metall-Vize eine Anleihe für hohe Vermögen vor. »Wer mehr als 750 000 Euro besitzt, soll eine Anleihe zeichnen müssen", forderte Wetzel. Diese könnten maßvoll verzinst und nach einiger Zeit zurückgezahlt werden.

(Redaktion)


 


 

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