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Gewerbesteuer

IHK Köln senkt Beiträge

Die Vollversammlung der IHK Köln hat kürzlich (10. Dezember 2009) beschlossen, den Umlagesatz um mehr als fünf Prozent zu senken. Paul Bauwens-Adenauer, Präsident der IHK Köln erklärt: "Trotz Wirtschaftskrise, die auch die Einnahmen der IHK Köln erheblich treffen wird, wollen wir nicht von den ertragsunabhängigen Effekten der jüngsten Gewerbesteuerreform profitieren. Wir haben diesen Teil der Unternehmenssteuerreform stets bekämpft und geben die uns selbst betreffenden Mehreinnahmen an unsere Mitgliedsunternehmen zurück". Aus dem Umlagesatz berechnet sich der Beitrag, den die Unternehmen an die IHK entrichten. Er bezieht sich auf die Gewerbesteuer.

Unter dem Titel "Kölner Erklärung zur Sozialen Marktwirtschaft" hat die Vollversammlung außerdem eine Resolution verabschiedet, in der
sie eine Weiterentwicklung dieses Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells fordert. Mit der Resolution unterstreichen die Unternehmerinnen und Unternehmen, dass die Leitlinien des unternehmerischen Handelns die des ehrbaren Kaufmanns sein müssen: Anstand, Ehrlichkeit, Verläßlichkeit und Verantwortlichkeit. Die Vollversammlung betont die Untrennbarkeit von Handlung und Haftung des unternehmerischen Handelns. Zur Zukunftsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft gehören aus der Sicht der Wirtschaft ein effizienter Umweltschutz und institutionelle Reformen auf internationaler Ebene: "Gerade die aktuelle Finanzkrise hat gezeigt, dass viele Probleme nicht mehr allein auf der Ebene des Nationalstaates angegangen werden können", so der Resolutionstext.

Die IHK Köln hatte zu Beginn des Jahres 2009 einen aus Unternehmern, Wissenschaftlern und Journalisten bestehenden Arbeitskreis eingerichtet, der sich mit der Sozialen Marktwirtschaft beschäftigt. IHK-Vizepräsident Michael Pfeiffer, der den Arbeitskreis leitet, erklärt: "Mit dieser Resolution stellen wir die Fähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft heraus, aktuelle und zukünftige Probleme zu lösen. Sie beinhaltet eine Selbstverpflichtung, die Verantwortung und Haftung verbindet. Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen. Die auch durch politische Entscheidungen verstärkte Loslösung von Gewinnchance und Verlustrisiko hat zur aktuellen Wirtschaftskrise erheblich beigetragen. Das muss ein Ende haben." Die Wirtschaft im Bezirk der IHK Köln möchte mit der Resolution das Bewusstsein für Verstöße gegen die marktwirtschaftliche Ordnung schärfen und nach Lösungen bei Defekten der Märkte - zum Beispiel beim Thema Umwelt - suchen. Im Juli hatte der Arbeitskreis eine bundesweit beachtete Veranstaltung zur wissenschaftlichen und ordnungspolitischen Ausrichtung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität zu Köln durchgeführt.

(Redaktion)


 


 

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