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  • 10.10.2006, 09:56 Uhr
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  • Bonn

IHK-Unternehmen schließen 2.646 neue Ausbildungsverträge ab

Einstiegsqualifizierung (EQ) bringt Hoffnung

Hindenberg wies darauf hin, dass die intensive Arbeit des Ausbildungskonsens mit Beginn des 30. September 2006 eingesetzt habe: „In der ersten Nachvermittlungsphase werden wir am 17. und 18. Oktober alle unversorgten Jugendlichen individuell ansprechen. Jeder ausbildungswillige und ausbildungsfähige Jugendliche, der bis zum Stichtag bei der Agentur für Arbeit gemeldet war, wird von uns ein Angebot auf Ausbildung bekommen. Dafür stehen die Partner im Ausbildungskonsens Bonn/Rhein-Sieg ein.“ Danken möchte der IHK-Geschäftsführer auch allen Unternehmen, die in einer Blitzumfrage zum 30. September noch 81 unbesetzte Lehrstellen der IHK mitgeteilt haben, die in die Nachvermittlung einfließen werden. Hoffnungen setzt die IHK darüber hinaus auf die Einstiegsqualifizierung (EQ): „Auch hier haben uns die Unternehmen bereits 112 Plätze zugesagt, die wir direkt besetzen können.“ Den Jugendlichen wird als Brücke in die Berufsausbildung eine betrieblich durchgeführte Einstiegsqualifizierung von sechs bis zwölf Monaten angeboten werden. Die öffentliche Hand beteiligt sich durch die Erstattung der Vergütung bis zu einer Höhe von 192 Euro monatlich zuzüglich 102 Euro für die Sozialversicherung der Jugendlichen. „Mit einer bisherigen Übergangsquote von 61 Prozent ist der Einstieg in die Ausbildung in hohem Maße erreicht worden“, so Hindenberg. Nach wie vor sei die dreijährige duale Ausbildung der Regelfall, doch: „Es zeigt sich ein Bedarf in der Wirtschaft für eine zweijährige Lehrzeit und Berufe für eher praktisch begabte Schulabgänger, denn dann könnten auch diese Fuß fassen. Gerade die Einstiegsqualifizierung bietet für Jugendliche mit zum Teil fehlender Ausbildungsreife einen schrittweisen Übergang in die Ausbildung an. Auf der Seite der Jugendlichen stellen wir jedoch noch eine gewisse Zurückhaltung fest, wobei wir an die nicht vermittelten Bewerber appellieren, diese Chance auf einen Einstieg in die Ausbildung auch zu nutzen.“ Hindenberg wies darauf hin, das EQ-Plätze zusätzlich zu Ausbildungsplätzen angeboten würden: „80 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie mit dem EQ-Programm einen Jugendlichen über einen längeren Zeitraum in der betrieblichen Praxis kennen lernen wollen, ohne sich rechtlich zu binden. Zugleich wollen sie dem Jugendlichen helfen. Damit erhalten auch Jugendliche einen Zugang zum Ausbildungsmarkt, die ansonsten bei der Bewerbung für Ausbildungsplätze nur geringe Chancen haben.“

(k.olbrisch)


 


 

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