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  • 12.04.2006, 08:50 Uhr
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  • Köln

Imageverlust durch negative Berichterstattung

Mangelnde Medienpräsenz oder intensive Negativberichterstattung über ein Unternehmen können einen extremen Imageverlust zur Folge haben.

Entsprechend kann eine Ausweitung der Medienpräsenz, selbst wenn diese teilweise noch negativ gefärbt ist, zur Verbesserung der Reputation beitragen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Bonner Medienforschungsinstituts Media Tenor. Darin werden erstmals die Ansätze der Agenda-Setting-Theorie auf den Zusammenhang zwischen der Berichterstattung über und der Reputation von Unternehmen angewandt. Bislang hatten sich die meisten Arbeiten in diesem Forschungsfeld auf politische Themen oder Ereignisse konzentriert.

Ein Blick auf die Top-10-Unternehmen mit dem besten Firmenimage zeigt, dass die Medien über alle Unternehmen positiv berichteten. Vier dieser zehn Firmen, nämlich die Automobilhersteller BMW, Porsche, Audi und Toyota, belegen nicht nur vordere Plätze im Imageranking, sie hatten auch in den Monaten April bis September 2005 mit jeweils mehr als 300 Beiträgen die größte Medienpräsenz. Diese sensibilisierte die Öffentlichkeit und begünstigte die Wahrnehmung der positiven Urteile über die Konzerne. Hingegen variiert die Medienpräsenz der Unternehmen mit den schlechtesten Images deutlich stärker.

Neben dieser Status-Quo-Analyse untersuchte Media Tenor, inwiefern Veränderungen in der Berichterstattung die Umfragen zur Unternehmensreputation beeinflussen. Bei einigen Unternehmen konnte ein Zusammenhang festgestellt werden. So erhöhte sich die Anzahl der Beiträge über den krisengeschüttelten KarstadtQuelle-Konzern von 2003 zu 2005 auf das Dreifache. Hier wog eine deutliche Verschlechterung im Urteil der Journalisten in der öffentlichen Wahrnehmung besonders schwer. So rutschte der Konzern im Ranking um 172 Plätze ab - der größte Imageverlust aller untersuchten Unternehmen.

Der Imageverlust beim Autokonzern Volkswagen, der von April bis September 2005 die meiste Berichterstattung im Rahmen der Korruptionsaffäre erhielt, betrug im Ranking 102 Ränge. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe Nr. 153 des Media Tenor Forschungsberichts nachzulesen.

http://www.media-tenor.de

(IS)


 


 

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