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  • 23.05.2013, 08:44 Uhr
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Immer im Gespräch bleiben

Finanzkommunikation darf keine Einbahnstraße sein

Auf dem Areal der PFK-Group GmbH (32 Mitarbeiter inklusive 7 Auszubildende, 6 Mio. Euro Jahresumsatz) in Köln-Ossendorf sind beeindruckend viele grüne und rote Gabelstapler aller Marken und Ausführungen versammelt. Der Verkauf und die Vermietung von neuen und gebrauchten Gabelstaplern und Hebebühnen ist ein Geschäftsbereich; zusätzlich betreibt das Unternehmen unter der Führung von Dr. Uwe Streck-Kittlaus ein Schulungszentrum zu Berufsbildern des technisch-gewerblichen Bereichs.

 1984 wurde das Unternehmen mit zehn Gabelstaplern vom Vater gegründet, nach fast dreißig Jahren hat sich nicht nur die Zahl der Gabelstapler, sondern auch der Jahresumsatz, mehr als verzehnfacht. Diplom- Kaufmann Dr. Streck ist vor allem für das Controlling und die Finanzplanung des Unternehmens verantwortlich. Die PFK-Group arbeitet mit drei Banken und acht Finanzdienstleistern zusammen. Eine professionelle Finanzkommunikation sei hier „ein Ausweis für den Markt, für Banken, Kunden und Mitarbeiter“ erklärt der engagierte Unternehmer.

So war der Platz Eins beim Fikomm-Award für den PFK-Geschäftsführer ein Ansporn, die Finanzkommunikation der PFK-Group konsequent weiterzuentwickeln. Es gibt ein eigenes Tool für die Banken, mit denen die PFK zusammenarbeitet. Dort haben Banker per Kennwort Einblick in die Geschäftsberichte und die Umsatzentwicklung der letzten Jahre sowie die Statistiken und die Branchenberichte. „Ein professioneller und vorbildlicher Service. Herr Dr. Streck schickt eine Rund-Mail und ich kann mit einem Klick die erforderlichen Unterlagen sofort einsehen“ lobt Souad Jasmin Schrader, Firmenkundenbetreuerin der Commerzbank Köln, denn diese offene Kommunikation sei nicht bei allen Kunden so. Auch für den Geschäftsführer bietet diese Offenheit praktische Vorteile: „Ich muss vor Gesprächen mit den Banken keine E-Mails mit aktuellen Unterlagen mehr verschicken.“

Partnerschaftliche Gespräche zwischen mittelständischen Kunden und Kapitalgebern sind weder ein „Schaulaufen“, das nur die Sonnenseiten des Unternehmens herausstellt, noch ein „Tribunal“, bei dem sich die Unternehmer zu rechtfertigen haben. „Die Bank sollte als Partner verstanden werden, der aber nur helfen kann, wenn er sich ein realistisches Bild machen kann“, so die Firmenkundenbetreuerin. Auch Dr. Streck sieht diesen Austausch mit den Banken positiv, denn dies „sei für ihn gerade auch ein Mittel der Krisen-Prävention“. Allerdings wünscht sich der Unternehmer von vielen Banken umgekehrt mehr Offenheit und Transparenz, denn die „Finanzkommunikation darf keine Einbahnstraße“ sein. Weil er seinen Service weiter verbessern wollte, verschickte Streck Fragebögen an alle elf Banken und musste ernüchtert feststellen, dass ihm nur vier der elf Banken Auskunft über die aktuelle Ratingbeurteilung geben. Unter den vier auskunftsbereiten Banken war es lediglich die Commerzbank, die dem Unternehmer die Ergebnisse schriftlich, nicht nur mündlich, in einer Präsentation zur Verfügung stellte.

Das Rating bietet Unternehmen die Möglichkeit, rechtzeitig gezielt an aufgezeigten Schwachstellen zu arbeiten und so mittelfristig zu einer Ratingverbesserung zu kommen. Die Zurückhaltung einiger Banken bei der Ratingbeurteilung ändert nichts an seinem Engagement, Dr. Streck will genau so weitermachen: „Ich will nach allen Seiten Vertrauen aufbauen, falls das Unternehmen doch mal in eine Krise gerät.“

(Redaktion)


 

 

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