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Auch ein Foto in einem Foto kann einen urheberrechtlich relevanten Eingriff darstellen

Am 21. März 2005 hatte die Zeitschrift „Bild der Frau” einen Artikel über den Künstler Matthias Reim verfasst und diesen unter anderem mit einem Bild illustriert, auf welchem dieser ein Foto zeigt. Dagegen war Matthias Reim vorgegangen, da er die Verbreitung des von ihm hochgehaltenen Fotos nicht autorisiert hatte.

Das Landgericht Berlin gab ihm in einem Teilurteil (AZ: 16 O 730/05) Recht, allerdings ging die beklagte Zeitschrift in Berufung.

Der 5. Zivilsenat des Kammergerichts Berlin wies nun im Urteil vom 15.06.2010 auch die Berufung zurück. Das Landgericht habe richtig entschieden, dass eine unveränderte Abbildung eines Fotos in einem neuen Foto einen urheberrechtlichen Eingriff in die Rechte des Lichtbildners nach §§ 72, 15, 16 UrhG darstellt.

Auch sei es nicht durch die Zitierfreiheit (§51 UrhG) gedeckt, da die Abbildung eines Fotos auf einem neuen Foto nur dann gedeckt sei, wenn das „Lichtbild im Lichtbild” nicht nur einem illustrierenden Zweck dient.

Ebenso hätte sich die verwendende Zeitschrift über die Rechte des auf dem Foto abgebildeten Fotos Gewissheit verschaffen müssen und im Zweifel von einer Verbreitung Abstand nehmen müssen.

Quelle: KG Berlin 5. Zivilsenat AZ: 5 U 35/08

(Christian Solmecke)


 


 

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