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Innovationsverbund Digitale Medien

NEMO-Start in Köln: Kurs auf Cross-Media

Der im April gestartete rheinische Innovationsverbund Digitale Medien (IDM) mit Sitz in Köln nimmt Kurs auf die Integration sogenannter „konvergenter“ Medien. Die Kooperation mit sieben mittelständischen High-Tech-Partnern gehört zu den ersten westdeutschen NEMO-Netzwerken, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert werden. NEMO ist Bestandteil des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand, mit dem das BMWi langfristiges Wachstum kleiner und mittlerer Unternehmen auf innovativer Grundlage unterstützt.

Nach 200, zum Teil nachhaltig erfolgreichen Netzen im Osten Deutschlands, wurde die Förderung ab 2009 auf die alten Bundesländer ausgeweitet. Die ersten per Wettbewerbsjury ausgewählten NEMOs an Rhein, Main und Donau beschäftigen sich mit Gesundheitslogistik, energiesparender Modernisierung von Industrieöfen bzw. mit ressourcenschonendem Anlagenbau.

Immer enger rücken analoge und digitale Medientechniken auf der gemeinsamen digitalen Plattform zusammen. Ein Unternehmen allein kann die enorme Vielfalt an Anwendungen und Technologien längst nicht mehr stellen – zahlreiche spezialisierte, oftmals kleine und mittlere sowie Kleinst-Unternehmen wirken hier mit. Das gilt insbesondere dann, wenn es sich bei dem Projekt um eine Cross-Media-Produktion handelt: also alle verfügbaren „Kanäle“ wie Print-, audiovisuelle, Offline und Online-Medien parallel genutzt werden.

Im Kölner Netz IDM sollen firmenübergreifend „konvergente“, also miteinander kompatible digitale Medienprodukte und -dienste entwickelt und erfolgreich vermarktet werden. Im Vordergrund stehen dabei die Integration von Internet-Telefonie (VoiP), Broadcasting, Redaktion und Online-Content (Services, Bewegtbilder) sowie von interaktiv gestalteten Webangeboten mitsamt der Option mobiler Applikationen. Hauptzielgruppe für die ersten geplanten Innovationen sind junge, oft technikaffine Menschen, die die Nutzung digitaler Medien mittlerweile ‚wie selbstverständlich’ in ihren Alltag integriert haben. Für sie gibt es bisher keine Plattform, die einerseits gezielt und hochwertig auf ihre speziellen Bedürfnisse eingeht, dies aber andererseits umfassend - ‚aus einer Hand’ - leistet.

„Der IDM Köln will mit seinen Innovationen die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Digitale Medien, dort mit den Schwerpunkten Entertainment einschließlich Games, Sport und Marketing, abdecken: von der Idee über die Entwicklung zur Marktreife bis zum Vertrieb bzw. Verkauf an die Endkunden“, so Dr. Ingo Dammer, Vorsitzender des Kompetenzzentrums Netzwerkmanagement e. V., das die IDM-Aktivitäten bündelt und koordiniert.

Viele der in diesen Bereich verwirklichten Innovationen würden zwar zu einem erheblichen Anteil von kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt, aber nur relativ wenige auch von ihnen erfolgreich an den Markt gebracht. Hier stießen Unternehmen dieser Größenordnung oft an ihre Grenzen. So soll im Förderzeitraum u. a. eine technische Plattform entstehen, über die möglichst viele Produkte und Leistungen mit komplementärem Kundennutzen angeboten und vertrieben werden können. Geplant sind neue mobile Anwendungen (u. a. für das iPhone) in den Bereichen Entertainment und Marketing oder neue Kommunikationslösungen, die das Internet, mobile Endgeräte und die herkömmliche analoge Technik miteinander verbinden.

Bei NEMO werden bis zu maximal vier Jahren Managementdienstleistungen mit insgesamt bis 350.000 Euro bezuschusst. Gefördert wird degressiv, d. h. der von den Netzwerkpartnern zu zahlende Eigenanteil steigt von Jahr zu Jahr. Nach Ablauf der Förderung, so die Erfahrung in den neuen Ländern, arbeiten 75 Prozent aller bisherigen Netze in Sachen Forschung und Entwicklung weiter zusammen. Im Osten haben die zum Teil schon seit 2002 bestehenden Kooperationen Wachstumsreserven rund um neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen mobilisiert. Dort sind dank NEMO in den annähernd 1.600 beteiligten kleinen und mittelständischen Firmen durchschnittlich je 5,8 Arbeitsplätze entstanden.

Nach der Ausweitung auf ganz Deutschland ist der Programmvolumen von 8 auf 12 Mio. € gestiegen; nach BMWi-Informationen sollen mittelfristig pro Jahr 16 Mio. € zur Verfügung stehen. Nach Ankündigung des Projektträgers VDI/VDE können die nächsten NEMO-Netze nach Einreichung aller Unterlagen bis Ende April und nach positivem Juryvotum in der Sitzung Mitte Juni bzw. Juli 2009 starten. Die nächst folgenden Jurysitzungen finden Anfang September und Anfang Dezember 2009 statt. 

(Redaktion)


 


 

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