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Insolvenzen

Schuldenbarometer: Zahl der Privatinsolvenzen steigt

(ddp). Die Zahl der Privatinsolvenzen ist 2009 gestiegen. Das am Mittwoch in Hamburg veröffentlichte «Schuldenbarometer» der Wirtschaftsauskunftei Bürgel zählte von Januar bis September 96 864 Verbraucherpleiten und damit einen Zuwachs von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Vergleich zum zweiten Quartal sei die Zahl der Privatinsolvenzen zwischen Juli und September um 13,9 Prozent gestiegen.

Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei hat sich bei der regionalen Verteilung von privaten Schuldnern ein Nord-Süd-Gefälle ausgebildet. Demnach nehmen die Bremer mit 217 Pleiten pro 100 000 Einwohner am häufigsten das Insolvenzgericht in Anspruch. Es folgten Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit 166 beziehungsweise 165 Fällen auf 100 000 Einwohner. Die wenigsten Verbraucherpleiten gebe es in Thüringen und Bayern mit 82 beziehungsweise 88 Fällen. Der Bundesdurchschnitt liege bei 118 Insolvenzen je 100 000 Einwohnern.

Auch wenn Thüringen relativ die wenigsten Privatinsolvenzen meldet, ist dort den Angaben zufolge ein erheblicher Anstieg von 54,8 Prozent im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal zu beobachten.

Die Wirtschaftsauskunftei rechnet für 2009 mit einer weiter wachsenden Zahl von Privatinsolvenzen auf bis zu 135 000 Fälle und begründet das mit Erwerbslosigkeit und der aktuellen Kreditklemme. Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sei 2010 mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

(ddp)


 


 

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