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Interview

Headquarters Cologne - Weit mehr als nur ein Arbeitsplatz für Startups

Kai Thierhoff schafft Arbeitsplätze. Nicht im üblichen Sinne, als dass er neue Mitarbeiter einstellt. Vielmehr sorgt er dafür, dass in seinen Headquarter(s) frische Startups optimale Bedingungen vorfinden. Dazu gehört das Netzwerken, sich gegenseitig zu inspirieren und Projekte gemeinsam zu entwickeln. Und nicht zuletzt um mit möglichen Investoren ins Gespräch zu kommen.

Business.on.de: Herr Thierhoff, in Ihrem Firmenlogo heißt es headquarter(s), das finale „S“ steht in Klammern. Welche Bedeutung hat das?

Kai Thierhoff: „Headquarter(s)“ hat viele Aspekte: Es ist unser Headquarter, aber auch das von diversen Startup s. Die besten heads werden hier sein. Und durch unsere Aktivitäten, Veranstaltungen und Infrastruktur etc. wollen wir auch später ein ganzes „Viertel“ für Startups sein, also Quarter.

Business.on.de: Was macht headquarters?

Kai Thierhoff: Wir vermieten Büros und Arbeitsplätze an Startups, bieten Infrastruktur, Netzwerken, wir feiern und essen gemeinsam, bilden uns fort, tauschen uns aus. Wir bieten die Möglichkeit an Kapital zu kommen. Sich mit Entrepreneuren und Investoren auszutauschen. Miteinander zu arbeiten, sich zu inspirieren. Wir verbinden Industrie mit Startups und Digitalen Themen.

Business.on.de: Dass man einzelne, voll ausgestattete Büroarbeitsplätze stundenweise und je nach Bedarf auch längerfristig mieten kann ist nichts Neues. Wie unterscheidet sich da Headquarter(s)?

Die factory in Berlin als Vorbild

Kai Thierhoff: Wir bereichern das Gründer -Ökosystem, weil alle Beteiligten erfahrene Teilnehmer der Startup-Szene sind. Unsere Büros sind sehr hochwertig ausgestattet, alles ist professionell. Die Kunst an den Wänden ist von Streetart Künstlern und genauso echt wie die Erfahrung des Teams. Marc Brucherseifer hat ja schon mit der factory in Berlin bewiesen, dass er das kann – und jetzt eben auch hier in Köln.

Business.on.de: In erster Linie wollen Sie also Startup-Unternehmen aus dem IT-Sektor und der digitalen Schiene passende Arbeitsplätze zur Verfügung stellen?

Kai Thierhoff: Das ist natürlich nach außen die erste Botschaft – aber das Ganze geht natürlich weit darüber hinaus. Netzwerken, inspirieren, gemeinsam entwickeln – wir werden eben ein Hotspot sein. Und: Frühstück ist im Preis drin, ebenso Kaffee und Wasser-Flatrate. Und einmal die Woche ein frisch hier gekochtes gemeinsames Mittagessen.

Digitale Themen sind unser Metier

Business.on.de: Für produzierendes oder verarbeitendes Gewerbe ist Headquarter(s) also der falsche Ansprechpartner?

Kai Thierhoff: Derzeit sicher ja. Am dritten geplanten Standort werden wir aber sehr viel mehr Platz haben und die Möglichkeit auch mehr zu schrauben und zu entwickeln. Aber sicher nicht im klassischen Sinne des produzierenden Gewerbes. Digitale Themen sind unser Metier. Aber beispielsweise das Elektroroller Startup UNU hat auch in der factory in Berlin angefangen!

Business.on.de: Erzählen Sie uns etwas über die Ausstattung der Büros und Arbeitsplätze.

Kai Thierhoff: Hochwertige USM Haller Möbel in alle Räumen. Streetart an der Wand, überall Whiteboards, auch digitale. Wir haben Besprechungs- und Konferenzräume, aber auch Fatboys in der Lounge. Unsere Profiküche und unser Diner erlauben uns auch Kochveranstaltungen, auf die wir uns sehr freuen.

Business.on.de: Ihr erster Kölner Standort in Marsdorf bietet auf über 2.300 Quadratmeter Fläche Platz für 89 Arbeitsplätze, variabel in Räumen von 2 bis 15 Plätzen. Wie spricht man potenzielle Mieter an, wie gestaltet sich Ihr Marketing?

Kai Thierhoff: Wir sind natürlich schon ganz gut vernetzt in Köln und werden vor allem über Social Media aktiv. Und über die geplanten Veranstaltungen kommen sicher auch weitere Startups auf uns zu.

Business.on.de: Gibt es vergleichbare Projekte in anderen Städten?

Kai Thierhoff: Am ehesten vergleichbar: Factory in Berlin, obwohl wir derzeit natürlich noch deutlich kleiner sind. Aber wir haben ja auch noch viel vor...

Passende Immobilie mit Potenzial gesucht

Business.on.de: Im Juli eröffnen Sie in der Kölner City ein zweites Headquarters. Inwieweit unterscheidet es sich von Marsdorf?

Kai Thierhoff: In Marsdorf gibt es nur Teambüros. Inder Nähe des Barbarossaplatzes werden wir dann nur Coworking anbieten. Wir planen den Juli als Eröffnung.

Business.on.de: Und in 2017 sollen die Headquarters sozusagen ihr Hauptquartier beziehen. Was ist da geplant?

Kai Thierhoff: Der große Schritt. Wir suchen derzeit nach einer passenden Immobilie mit Potenzial. Das gestaltet sich nicht ganz einfach, denn wir möchten es schon recht zentral positioniert haben. Einiges sichten wir gerade. Im Idealfall: 10.000 Quadratmeter. Dort dann auch eine Akademie, größere Events, viel Platz auch für wachsende und schon größere Startups. Mit Restaurant und Lounge. Mit Coworking, Etagen für einen Accelerator und für größere Industriepartner, die als Partner respektive Sponsoren teilnehmen können. Das wird ein richtiger Hotspot und großer Campus.

Zur Fotogalerie des Silent Opening des Headquarters

(Redaktion)


 


 

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