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KPMG-Umfrage

Investmentbranche auf „Generation Y“ nicht vorbereitet

Die Gruppe der 20-30-Jährigen (auch "Generation Y" genannt) wird für die Finanzbranche in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen, da sie auf den Arbeitsmarkt drängt und mit dem Vermögensaufbau beginnt. Doch die Vermögensmanager rund um den Globus versäumen es bisher, sich gegenüber dieser „Generation Y“ als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und auch ihre Anlageprodukte auf deren Bedürfnisse zuzuschneiden.

In der traditionell kurzen Sicht dominieren die " Baby Boomer " als lukrative Zielgruppe. Zwei von drei Fondsmanagern (67 Prozent) sagen, dass sie die „Generation Y“ bisher „uninteressant“ finden. Und bei jedem vierten Unternehmen der Branche liegt die Fluktuationsquote der 20-30-jährigen Arbeitnehmer bei über 30 Prozent. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 125 Fondsgesellschaften in 17 Ländern ergeben.

Gerold Hornschu, Partner bei KPMG: „Die Branche war in den vergangenen 20 Jahren sehr erfolgreich. Aber sie darf sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen.“ Die heute 45-60-Jährigen, die durch ihren Vermögensaufbau maßgeblich zum Erfolg der Branche beigetragen hätten, stehen nun an der Schwelle zum Ruhestand. Wenn die Fondsgesellschaften auch künftig erfolgreich wirtschaften wollen, so Hornschu, dürfen sie sich nicht darauf beschränken, einfach das schrumpfende Vermögen der „Baby Boomer" weiter zu verwalten. Vielmehr müsse sich die Branche intensiv um die heute 20-30-Jährigen bemühen, ihre Herkunft und Verhaltensweisen verstehen wollen. „Denn diese Altersgruppe ist die nächste, die Vermögen bilden und erben wird. Sie sind die Zukunft der Branche. Die Branche täte auch gut daran, sich über die hohe Mitarbeiterfluktuation der 20-30-Jährigen in ihren eigenen Reihen Gedanken zu machen. Solange genügend qualifizierte Hochschulabsolventen auf den Arbeitsmarkt drängen, sind hohe Fluktuationsraten zu verkraften. Aber in den nächsten Jahren werden aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge junge Arbeitnehmer zu einem kostbaren Gut, und dann wird es kritisch. Sich als Wunscharbeitgeber zu positionieren alleine reicht nicht. Die Branche muss sich dazu stärker über die Generation Y informieren und Verständnis für deren Bedürfnisse entwickeln. Wir hoffen, mit unserer Studie dazu einen Beitrag leisten zu können. "

(Redaktion)


 


 

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