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IW-Direktor zur Wirtschaftspolitik: Nichts wäre schlimmer als Disziplinlosigkeit

Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sagte in seinem Jahresausblick 2007: "Seit dem Jahr 2004 liegt der Wachstumstrend für die Weltwirtschaft bei 5 Prozent, auch für das Jahr 2007 weisen die Prognosen von Währungsfonds und Weltbank diesen Wert aus. Das hat es historisch noch nicht gegeben. Wir sehen hier nichts anderes als die Erträge der Globalisierung."

Weiterhin betonte Hüther, die intensive internationale Arbeitsteilung mehre auch den Wohlstand in Deutschland. Die konjunkturelle Dynamik sei ungebrochen, daran werde auch die durch die Mehrwertsteuererhöhung bedingte Wachstumsdelle im ersten Quartal 2007 nichts ändern.

Allerdings sei diese Entwicklung kein Selbstläufer. Gewichtige Risiken für die Weltwirtschaft drohen - neben den üblichen Verdächtigen wie Wechselkurs und Ölpreis - sollte die Doha-Runde für eine weitere Liberalisierung des Welthandels scheitern und dies einen Rückfall in den Protektionismus nach sich ziehen, hob der IW-Direktorhervor. Hierzulande werde es zudem darauf ankommen, die moderate Lohnpolitik beizubehalten. Ansonsten sei der gerade erst begonnene Beschäftigungsaufbau gefährdet. Ebenso müsse die Finanzpolitik - trotz konjunkturbedingt guter Kassenlage - ihre Konsolidierungsanstrengungen auf der Ausgabenseite intensivieren. "Nichts wäre schlimmer als Disziplinlosigkeit."

(k.olbrisch)


 


 

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