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IW Köln: Arbeitsmarktregulierung ist kein Garant für sichere Jobs

Trotz des stark ausgebauten Kündigungsschutzes ist die subjektiv empfundene Arbeitsplatzsicherheit in Deutschland relativ gering. Laut European Social Survey halten hierzulande gerade einmal 18 Prozent der Beschäftigten ihren Job für sicher. So scheint die Arbeitsmarktregulierung in Deutschland noch lange kein Garant für einen sicheren Job zu sein.

Ähnlich geht es den Beschäftigten in Tschechien, Polen, Griechenland und Portugal - trotz oder gerade wegen der strengen Arbeitsmarktvorschriften. In Dänemark machen sich dagegen knapp 32 Prozent der Arbeitnehmer keine Sorgen um ihren Job; in der Schweiz gilt dies sogar für 42 Prozent der Befragten. Vergleichbar zufrieden sind auch die Arbeitnehmer in Großbritannien und Belgien. Dabei sind in diesen Ländern die staatlichen Schutzzäune rund um den Arbeitsplatz weitaus niedriger als in der Bundesrepublik. Dieser Zusammenhang erklärt sich unter anderem durch die Arbeitsmarktstrukturen. Während in Deutschland mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung ist, trifft dies in Dänemark, der Schweiz und Großbritannien nur auf jeden vierten Arbeitslosen zu. Das Wissen, nach einer Kündigung nicht lange ohne Job zu bleiben, verringert dort offenbar die Angst vor einem Stellenverlust. Es erweist sich also als sinnvoll, die Arbeitsmarktregulierung einzuschränken und Sicherheit auf anderem Wege zu vermitteln. Die dänische Arbeitsmarktpolitik des konsequenten Förderns und Forderns ist hierfür ein gutes Beispiel.

(k.olbrisch)


 


 

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