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Johannes F.Sutter: ePayment & Collection - Zahlungsabwicklung im Internet

Mehr Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen

Business-On.de: Welche Bedeutung kommt der internet-basierten Zahlungsabwicklung aus Unternehmenssicht zu – z.B. im Hinblick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit? Wo sehen Sie mittelfristig die größten Chancen?

Sutter: Nachweislich haben Händler mehr abgeschlossene Warenkörbe, wenn sie mehr als nur ein Zahlungsmittel anbieten. Studien belegen, dass sich die Zahl der Kaufabschlüsse bis zu 70 Prozent steigern lassen, wenn der Händler z.B. vier alternative Zahlungsmittel anbietet. Das gilt insbesondere für eCommerce-Händler, die nicht nur im Inland verkaufen. Wer hier ausschließlich Vorauskasse anbietet und auf den Einsatz von Kreditkarten und Debitverfahren verzichtet, muss nachweislich Umsatz- und Ertragseinbußen hinnehmen.

Business-On.de: Welche Angebote gibt es heute für Unternehmen, ePayment & Collection sicher zu realisieren? Worin unterscheiden sich diese? Sind diese Möglichkeiten ausreichend bekannt – vor allem im Mittelstand?

Sutter: Nie war ePayment so einfach wie heute. Noch im Jahr 2000 mussten eCommerce Händler jedes einzelne Zahlungsmittel separat in ihren Prozessen über komplexe Schnittstellen und Protokolle einbinden. Heute können Händler einfach über ePayment-Schnittstellen wie www.saferpay.com eine Vielzahl von Zahlungsmethoden abwickeln – ohne, dass eigene Server betrieben oder ständig neue Zahlungsmethoden programmiert werden müssen. Ebenso können sie die mitunter sehr zeit- und kostenintensive Überprüfung und Zertifizierung ihrer Sicherheitsvorkehrungen vermeiden. eCommerce Händler (Mittelstand), die ihr eBussines ausbauen oder starten wollen, erhalten über verschiedene Kanäle wie Banken, Agenturen oder Systemhäuser die entsprechenden Informationen darüber, wie eine einfache und schnelle ePayment-Lösung zu integrieren ist.

Trends und Erfolgsfaktoren für Internet-Zahlungsmodelle

Business-On.de: Wie sehen Sie den Trend der nächsten fünf Jahre? Was sind die zentralen Erfolgsfaktoren für reibungslose und akzeptierte Internet-Zahlungsmodelle? Wird es eher eine Software-,Beratungs- oder organisatorische Herausforderung?

Sutter: Die Kreditkarte ist weltweit das meist genutzte Zahlungsmittel. Eine große Herausforderung ist die Integration von unterschiedlichen nationalen Zahlungsmitteln. eCommerce Händler dürfen diese domestischen Zahlungsmittel nur dann verarbeiten, wenn sie in dem Land eine Niederlassung und ein Bankkonto halten. Zukünftig wird dies aber keine Rolle mehr spielen.

 

Visa und MasterCard setzen ihre Debitkarten-Systeme für den eCommerce um. Das bedeutet, dass der Kunde auch mit der Debitkarte Maestro oder der neuen Visa V-Pay weltweit im Internet bezahlen kann.

 

 

Durch weitere Vereinfachung, Sicherheit und Angleichung der Märkte werden in Zukunft die Kosten für die Verarbeitung der Kredit- und Debitkarten fallen. Die technische Standardisierung der Zahlungsprozesse in Europa vereinfacht zudem die Integrationen von Zahlungsprozessen. Auch aus technischer Sicht werden die Lösungen immer einfacher – die Tendenz ist eindeutig:

 

Alle Zahlungsströme werden zukünftig über gesicherte Internetprotokolle abgewickelt. Das gilt auch für den eftPOS (Kassenplatz).

 

 

Neue Kreditkartenterminals verarbeiten Transaktionen nicht mehr über teure Datenleitungen (DatexP) oder langsame Telefoneinwahlen sondern bieten bereits Internetprotokolle, um einen weltweiten und flexiblen Einsatz der Terminals zu gewährleisten.

Business-On.de: Wie wird sich Ihr Unternehmen dazu strategisch positionieren?

Sutter: Die strategische Ausrichtung der Telekurs Card Solutions ist klar und einfach. Als das führende Bankenrechenzentrum in der Schweiz wickeln wir heute bereits über 350 Millionen Finanztransaktionen im Jahr ab. Immer mehr international tätige Händlerbanken entscheiden sich für unsere Dienstleistungen und die technische Abwicklung über unser Rechenzentrum. Dieses wird als europaweiter Netz-Serviceprovider weiter ausgebaut. Ebenso werden wir keine Kosten und Mühen scheuen, um alle heutigen und zukünftigen relevanten Zahlungsmethoden über unser ePayment-System www.saferpay.com und über eine einfache und sichere Schnittstelle anbieten zu können. Schon jetzt setzen mehr als 7.000 Händler unsere ePayment-Lösung bei der Abwicklung von bargeldlosen Zahlungsmitteln ein. Die Neutralität unserer Produkte gegenüber nationalen Händlerbanken steht hierbei im Fokus. Darüber hinaus werden die Aktivitäten der Telekurs Multipay als Händlerbank für Europa ausgebaut. Auf diese Weise können Händler die entsprechenden Akzeptanzverträge der gewünschten Zahlungsmethoden erhalten und abwickeln. Wir sehen insbesondere im eCommerce einen weiterhin schnell wachsenden Markt. Unsere Produkte und Dienstleistungen sind für diesen Markt ausgerichtet.

Vielen Dank, Herr Sutter, für das Gespräch.

Zur Person:

Johannes F. Sutter, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, Telekurs Card Solutions GmbH Sutter ist seit der Gründung der Deutschen Niederlassung der Telekurs Card Solutions GmbH als geschäftsführender Prokurist gesamtverantwortlich für das operative Geschäft, den Vertrieb, die Unternehmensstrategie und die eCommerce-Zahlungsplattform www.saferpay.com. Zuvor war der anerkannte Experte im Bereich des elektronischen Zahlungsverkehrs für den weltweit führenden eftPOS Terminal Hersteller Ingenico GmbH als Leiter Marketing und Sales Deutschland tätig. Johannes F. Sutter begann seine Vertriebskarriere als Groß- und Außenhandelskaufmann bei dem renommierten Hamburger Computerhändler Createam GmbH, wo er die Vermarktung und den Verkauf der Marken Commodore, Compaq und IBM in Norddeutschland verantwortete.

(Olbrisch Katharina)


 


 

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