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Ackermann verteidigt Skepsis an Griechenlands Zahlungsfähigkeit

(ddp.djn). Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat seine öffentlich geäußerten Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands verteidigt. «Jeder, der etwas rechnen kann, sieht das», sagte er bei der Hauptversammlung am Donnerstag. Es gebe Risiken für die Banken und es sei eine Selbstverständlichkeit, dass er «nicht der Schönfärberei verfalle». Ihn erstaune die Kritik an seiner Äußerung auch deshalb, weil Banken gerade in der Finanzkrise mangelhafte Transparenz vorgeworfen wird.

Griechenland stand kurz vor der Zahlungsunfähigkeit und konnte sich an den internationalen Kapitalmärkten faktisch nicht mehr refinanzieren. Die Länder der Eurozone hatten daher zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds ein 110 Milliarden Euro schweres Rettungspaket geschnürt. Mitte Mai hatte das klamme Mittelmeerland bereits 20 Milliarden Euro abgerufen. Wegen seiner Aussage, er habe Zweifel an der Fähigkeit Griechenlands, die Schulden zurückzuzahlen, war Ackermann heftig in die Kritik geraten.

Wie die Bank weiter mitteilte, hat sie selbst Milliarden in kritische Staats-Anleihen und -Kredite investiert. Davon entfielen 3,2 Milliarden Euro auf Italien, 500 Millionen Euro auf Griechenland und 200 Millionen Euro auf Irland. Von Spanien und Portugal halte die Bank keine Staatsanleihen. Andere deutsche Privatbanken - unter ihnen die Postbank, an der die Deutsche Bank knapp 30 Prozent hält - hatten bereits zuvor ein Milliardenrisiko im Zusammenhang mit Griechenland-Investitionen eingeräumt.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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