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OB Jürgen Roters

100 Tage CEO im Kölner Rathaus – Teil 1





Hat Jürgen Roters, seit etwas mehr als 100 Tagen der oberste Chef im Kölner Rathaus, ein Stimmungstief? Haushaltsverschuldung, Koalitionsvereinbarung und haufenweise ungelöste "Baustellen" lassen Kritik über das Wie und Was seiner bisherigen Amtsführung nicht verstummen. business-on.de hat die wichtigsten Argumente beider Seiten, die des Oberbürgermeisters und die seiner Kritiker, eingefangen. Lesen Sie hier, wie sich Jürgen Roters zu den diversen Kritikpunkten stellt.

business-on.de: Herr Roters, ein "Haus der Innovation" soll mit Ihrer Unterstützung die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken. Ansätze, Wirtschaft und Wissenschaft enger zusammen zu bringen, hat es vor Ihrer Amtszeit als OB schon mehrfach gegeben. Was wollen Sie mit dem "Haus der Innovation" besser machen?

Jürgen Roters: Die bisherigen Ansätze, z. B. die Wissenschaftsrunde und das Internetportal "Wissensdurst", stellen eine gute Grundlage dar. Die Zusammenarbeit muss aber noch ausgeweitet werden - es muss zu konkreten Projekten kommen. Das "Haus der Innovation" soll Informations- und Kommunikationsplattform dafür sein. Hier sollen innovative Unternehmen mit Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen zum Austausch zusammenkommen. Also ein Haus der Begegnung, aber auch eine Transferstelle für die Entwicklung von innovativen Produkten.

business-on.de: Einerseits verweisen Sie auf die internationale Automobilwirtschaft, die im gesunden Branchenmix unserer Stadt "eine feste Größe" darstellt. Aber im rot-grünen Koalitionsvertrag stehen massive autofeindliche Maßnahmen. Wie läßt sich das vereinbaren? 

Mobilität wird nicht behindert

Jürgen Roters: Die Automobilwirtschaft wie die gesamte Branche Automotive zählen zu den wichtigen Innovations-- und Wachstumsmotoren der Stadt. Unsere städtische Wirtschaftsförderung unterstützt die hier ansässigen Unternehmen und ansiedlungswillige Firmen mit einem breiten Service bei Erweiterungs-- und Ansiedlungsprojekten sowie bei sonstigen behördlichen Genehmigungen. Darüber hinaus gibt es viele Berührungspunkte in der Zusammenarbeit. Ein Beispiel ist etwa das Projekt "colognE-mobil", bei dem Ford, die Rheinenergie und die Stadt Köln gemeinsam neue, besonders umweltfreundliche Ansätze von Mobilität erproben. Mobilität ist ein Standortfaktor und wird durch politische Entscheidungen nicht behindert, sondern gestärkt. Dazu zählt etwa, die Durchgängigkeit der Hauptverbindungsstraßen zu sichern, Ampelschaltungen flexibler zu gestalten und den Verkehr in Wohngebieten umweltfreundlich zu führen. Tempo 50 soll generell auf den Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt gelten, einen stetigen Verkehrsfluss in der City fördern.

business-on.de: Sie bezeichnen Köln als Handelsplatz von Weltrang. Viele Persönlichkeiten der Stadt kritisieren hingegen, dass Sie den Blick für das, was eine Weltstadt ausmacht, verloren haben. Was können sie diesen Stimmen entgegen setzen? 

Weltoffenheit mit Blick nach außen

Jürgen RotersKöln tut gut daran, öfter wieder auch den Blick auf andere Metropolen zu richten und sich dadurch zu orientieren. Die Internationalität einer Stadt zeigt sich in ihrer Weltoffenheit mit dem Blick nach draußen, aber auch an ihrer Bereitschaft, Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen zu integrieren. Bei manchen Entscheidungen und Diskussionen in Köln wird der Anspruch, zu den Großen in Europa zu gehören, nicht erkennbar. Ich möchte den Blick verstärkt nach außen richten und habe auch entsprechende Kontakte aufgenommen, etwa mit München, aber auch mit der EU in Brüssel, was etwa eine stärkere Nutzung der EU-Förderpolitik angeht. 

business-on.de: Die IHK Köln wirft Ihrer rot-grünen Koalition mangelnden Sparwillen vor. In Ihrer Antrittsrede als Oberbürgermeister versprachen Sie allerdings, alle Finanzpositionen des städtischen Haushalts von einer Task Force nach Sparpotenzial durchforsten zu lassen. Gibt es hundert Tage danach Ansätze, wo gespart werden kann?

Lesen Sie hier Teil 2


 

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Stadt Köln


 

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