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Rüttgers rügt Video-Wahlkampf seiner eigenen Partei

(ddp-nrw). Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) geht auf Distanz zur wechselseitigen Videobeobachtung der beiden großen Parteien in Nordrhein-Westfalen. «Politische Parteien dürfen sich in der Demokratie nicht feindselig gegenübertreten», sagte Rüttgers laut Vorabbericht im Gespräch mit den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Samstagausgabe). «Ich halte die gegenseitige Filmerei für nicht notwendig», fügte Rüttgers hinzu.

 Damit rügte der CDU-Landesvorsitzende das Verhalten von NRW-Generalsekretär Hendrik Wüst, der ein Profi-Team angeheuert hatte, um die Auftritte von SPD-Chefin Hannelore Kraft zu filmen. Zugleich kritisiert Jürgen Rüttgers aber auch die SPD, deren Jugendorganisation Reden von ihm gefilmt hatte - unter anderem jene, bei der er sich abfällig über die Arbeitsmoral von Rumänen ausließ.

Wahlkampf müsse zwar «ein leidenschaftlicher Wettstreit», aber eben «um die besten Lösungen sein», sagte Rüttgers. «Ich will das Meine dafür tun, dass wir in NRW - also auch meine Partei - uns daran halten», betonte der CDU-Landeschef. Ausdrücklich stimmte Rüttgers Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zu, der die Video-Beobachtung beider Parteien gegenüber den WAZ-Zeitungen als abträglich für die politische Kultur bezeichnet hatte.

Am Mittwoch hatte die CDU Zeitungsberichte bestätigt, wonach die Christdemokraten eine Filmproduktionsfirma beauftragt haben, um SPD-Landeschefin Kraft gezielt bei Wahlkampfauftritten zu beobachten. Zur Begründung führte die CDU an, auch die SPD filme alle öffentlichen Reden von Ministerpräsident Rüttgers.

(ddp)


 


 

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