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Jugendmedienschutz

Soziale Netzwerke als Gefahr für Kinder und Jugendliche

Der virtuelle Raum des Internets birgt viele Gefahren: Gerade für Kinder und Jugendlichen gibt es ein erhöhtes Risiko, warnen Experten.

Die Anonymität des Mediums ist zum Beispiel für Pädophile ideal, um im Kontakt mit Kindern zu treten. Viele Kinder und Jugendliche haben kein Gefühl für die potenzielle Gefahren im Internet. In diesem Augenblick sind laut Experten weltweit durchschnittlich 750.000 Pädophile im Netz auf der Suche nach Kontakten zu Kindern. Vor allem mit Hilfe von Webcams oder sogenannten “Selfies” (ein von sich selbst geschossenes Foto) können die Täter “Zutritt” ins Kinderzimmer erlangen.

Facebook belohnt den User

Forscher der Freien Universität Berlin wollen herausgefunden haben, dass das Belohnungszentrum im Gehirn aktiv wird, sobald sein Inhaber für einen Facebook-Beitrag viele “Gefällt mir”-Klicks bekommt. Das Medium Internet sorgt für schnelles Feedback damit vor allem für Aufmerksamkeit für den User. Nutzer sozialer Netzwerke haben also das Gefühl belohnt zu werden sobald sie den sozial hyperaktiven und um Status und Witz kämpfenden Entertainer mimen. Kinder und Jugendliche macht es somit anfällig dafür, mehr von sich preiszugeben, als gut ist.

Cybermobbing

Auch Cybermobbing ist neben der Pädophilie ein unterschätztes Problem im Internet. Ende 2011 ergab eine repräsentative Studie der Universität Münster, dass 37 Prozent der Schüler zwischen 14 und 20 Jahren schon mal über Handy, E-Mails oder Internet-Communities belästigt oder beleidigt wurden. Bedienen sich die Cybermobber dabei dann bei freizügigen Bildern aus dem sogenannten “Sexting” (Austausch von Nacktfotos unter Jugendlichen), wird es besonders gefährlich und kann unter Umständen im Suizid enden. Im Falle der 15-jährigen kanadischen Schülerin Amanda Todd, die sich Anfang Oktober 2012 das Leben nahm, endete das Mobbing tragisch. Sie hatte ein Foto ihrer nackten Brüste einem anonymen Mann gemailt, das dieser über Facebook verbreitete. Als ihre Mitschüler sie daraufhin mobbten, verfiel Amanda in Depression. Über 2,7 Millionen Menschen sahen ihr Abschiedvideo auf Youtube, das sie kurz vor ihrem Tod drehte und ins Internet stellte.

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