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Kaufkraft

Hohe Zentralitätskennziffern in der Bonner Innenstadt

Ein überraschendes Ergebnis bringen die neuen Kaufkraftzahlen der GfK Nürnberg für die Region Bonn/Rhein-Sieg: „Die zur Verfügung stehende Kaufkraft pro Einwohner ist im Rhein-Sieg-Kreis mit 20.661 Euro mittlerweile so hoch wie in Bonn mit 20.677 Euro“, erläutert Heinz Jürgen Zanders von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg. Die entsprechenden Indizes von 110,3 (Rhein-Sieg-Kreis) bzw. 110,4 (Bonn) sagen aus, dass diese Beträge um 10,3 bzw. um 10,4 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (Index = 100.0) von 18.734 Euro liegen.

Unter allen Städten und Gemeinden der Region Bonn/Rhein-Sieg belegt die Gemeinde Wachtberg auch weiterhin die Spitzenposition. Demnach verfügt dort jeder Einwohner über durchschnittlich 23.883 Euro jährlich (Index 127,5). Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Städte Königswinter (22.680 Euro, Index 121,1) und Bad Honnef (22.463 Euro, Index 119,9). Sie haben allerdings zum ersten Male die Plätze getauscht. Ebenfalls noch über 22.000 Euro pro Einwohner liegen die Stadt Meckenheim (22.284 Euro) und die Gemeinde Alfter (22.201 Euro). Unter dem Bundesdurchschnitt liegen die etwas ländlicheren Regionen Ruppichteroth (18.324 Euro), Eitorf (17.884 Euro) und Windeck (16.173 Euro).

Die Kaufkraft der Städte und Gemeinden (Kaufkraft je Einwohner / Anzahl der Einwohner)

Die insgesamt zur Verfügung stehende Kaufkraft beträgt in Bonn ca. 6,5 Milliarden Euro. Im Rhein-Sieg-Kreis sind es aufgrund der nahezu 600.000 Einwohner sogar ca. 12,4 Millarden Euro. Diese insgesamt 18,9 Milliarden Euro Kaufkraft in der Region Bonn/Rhein-Sieg bedeuten in etwa 1,22 Prozent der Kaufkraft in der Bundesrepublik Deutschland (1.542,1 Milliarden Euro).

Zentralität

Die Zentralitätskennziffer, auch als Indikator für die Einkaufsattraktivität einer Stadt oder einer Region bezeichnet, ist erwartungsgemäß auch weiterhin in der Bonner Innenstadt am höchsten. Mit einem Index von 481,3 liegt sie dort auf der Höhe der Vorjahre. Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet ergibt sich eine Zentralitätskennziffer für Bonn von 113,1. Auf der Ebene der Städte und Gemeinden in der Region liegt jedoch wiederum die Stadt Siegburg mit einem Index von 156,6 weit vorne. Den größten Zuwachs verzeichnet allerdings die Stadt Bornheim. Zanders: „Nicht zuletzt durch die Ansiedlungen des Baumarktes „Bauhaus“ und des Möbelhauses „Porta“ kam es dort in den letzten beiden Jahren zu einem Anstieg von rund 20,0 Prozentpunkten auf einen heutigen Index von 92,8. Auch Hennef, Meckenheim und Ruppichteroth erzielten deutliche Zuwachsraten.“

(IHK Bonn/Rhein-Sieg)


 


 

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1 Kommentar

von Andreas Stümer
23.08.08 13:49 Uhr
Kaufkraft

Schön, dass bei Wirtschaftsberichten die Begriffe so durcheinander und undefiniert gebraucht werden, dass jeder daraus folgern kann, was er gerade möchte.
Also hier: Kaufkraft - laut Lexikon (sinngemäß) die pro Jahr einem Bürger nach Abzug der staatlichen Zwangsabgaben und (z.B.) Kreditverpflichtung pro Jahr zum Konsum zur Verfügung stehende Geldmenge. Das klingt auch sinnvoll.
Nur: Sehe ich die so definierte Kaufkraft pro Jahr für mich und uns und teile sie durch 5 für die Größe meiner Familie, komme ich auf alles mögliche, nur nicht auf eine Zahl in der Nähe der für meinen Wohnort angegebenen Summe.
Also: darf man einfach keine Kinder haben, damit man dazu gehört - oder sind Kinder keine Einwohner - oder gehören wir zu den Kaufkraftschwachen ?
Rechnen Sie mal für sich nach...
Sehen wir weiter nach - nach einer Analyse des Instituts für neue soziale Marktwirtschaft von 2005 rangiert der Rhein-Sieg-Kreis bei etwa 9000 Euro (Vergleich heute: etwa 20000 Euro) . In 3 Jahren eine Verdopplung, und das, wo die Einkommen (jedenfall der Beschäftigten) kaum gewachsen sind.
Zusatzbemerkung dort : Kaufkraft = jährliches Bruttoeinkommen (also eigentlich mehr als oben beschrieben). Seltsam, oder ?
Fazit: Jeder rechnet irgend etwas, sagt aber nicht, wie er seine Begriffe definiert. Kommentar : Total wertlos.
Leider findet man so etwas in Veröffentlichungen der Wirtschaft häufig. Können Sie einen Sinn in die Zahlen Ihres Berichts bringen und bei Ihrer Quelle etwas Seriöses -also etwas mit beiliegenden Begriffsinformationen - verlangen?

 

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