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  • 12.10.2006,
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  • Kerpen

Kerpen: Wirtschaft auf der Überholspur

Dort, wo die einmalige Karriere Michael Schumachers begann, braucht es im Grunde keine weiteren Beweise für eine rasant wachsende Wirtschaft. Dennoch bietet Kerpen neben einer bereits vorausgesetzten optimalen Verkehrslage, viele weitere Vorteile.

Die Geschichte der Stadt Kerpen reicht bis ins Jahr 871 zurück; damals wurde die Gemeinde an der Erft unter den Namen „Kerpinna“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1941 erhielt Kerpen die Stadtrechte, gehört aber zum Regierungsbezirk der Stadt Köln. Die optimalen Lagebedingungen durch die unmittelbare Nähe zur Rheinstadt, die gerade mal 20 km entfernt liegt haben Kerpen das Profil eines ökonomisch gut situierten Wirtschaftsstandortes gegeben.

Seit der Gebietsreform 1975, im Zuge derer der Stadtkern und die sieben bis dahin eigenständigen umliegenden Gemeinden durch das Köln-Gesetz zusammen gelegt wurden, hat sich die städtische Wirtschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Kerpen profitiert durch die geografische Nähe zu den Wirtschaftszentren Bonn, Aachen, Düsseldorf und Mönchengladbach, die den Standort in die Wirtschaftsregion „Südliche Rheinschiene“ integrieren. Ebenfalls förderlich sind die Verkehrsanbindungen: Kerpen liegt am Autobahnkreuz der Bundesautobahnen A1, A4 und A61 sowie am Bahnknoten der Bahnlinie RE1, Köln – Düren – Aachen – Brüssel. Die A 4, in Ost-West-Richtung verbindet Kerpen mit den Städten Köln, Aachen, den Niederlanden und Belgien; von der A 61 gelangt man nach Venlo, Mönchengladbach und Koblenz. Weitere Wirtschaftfaktoren sind die diversifizierte Unternehmensstruktur sowie die kontinuierlich wachsende Zahl der Erwerbstätigen.

Im Zeitraum von 1990 bis 2003 konnte – entgegen der schlechten wirtschaftlichen Prognosen – die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen einen Zuwachs von 4.079 Stellen, also einer Steigerungsrate von mehr als 37 Prozent, vorweisen.

Wirtschaft wuchs mit dem Braunkohleabbau

Obwohl die Tage des Braunkohleabbaus schon lange der Vergangenheit angehören, ist die Wirtschaft von Kerpen mitsamt der angegliederten Stadtteile immer noch geprägt von der im Umkreis liegenden Braunkohleindustrie des Rheinischen Braunkohlereviers mit Tagebauten und Brikettfabriken. Die noch bestehenden Braunkohlekraftwerke auf dem Villerücken sind nicht weit entfernt und bieten auch den Menschen aus Kerpen Arbeit.

Durch die Wirtschaftförderung, die sich primär der Beschaffung von Arbeitsplätzen verschrieben hat, konnten seit 1995 über 55 ha städtische Gewerbe – und Industrieflächen veräußert werden. Alleine durch den Flächenverkauf gelang ein jährlicher Arbeitsplatzzuwachs von durchschnittlich 340. Heute besteht eine Gewerbe – und Industriefläche von über 446 ha Bruttofläche im gesamten Stadtgebiet Kerpen. 9.000 Beschäftigte arbeiten alleine in den konzentrierten Ansiedlungsbereichen Sindorf und Türnich auf einer Fläche von 350 ha in ungefähr 600 Betrieben. Insgesamt erwirtschaften über 2.000 ansässigen Unternehmen einen Umsatz von über 3,3 Milliarden Euro.

Diese positiven Wirtschaftsfaktoren binden bedeutende Unternehmen, wie zum Beispiel Computacenter, Beers Deutschland, Michael Schumacher Kart-Center, Firma Schulman, Network Operation Center (ish) und Visteon Deutschland, an Kerpen. Europäische Bedeutung hat auch der NATO-Militärflugplatz Nörvenich.

(Redaktion)


 


 

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