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Die Zwei-Klassen-Gesellschaft

Kienbaum-Studie: 30 Jahre Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung in Deutschland

Verlierer Mittelmanagement?

Insgesamt haben sich die Unterschiede im Gehalt zwischen Arbeitern/Angestellten und dem Mittelmanagement leicht nivelliert. Über sämtliche Unternehmen betrachtet verdiente im Jahr 1975 ein Leitender Angestellter rund das Dreifache eines Arbeiters/Angestellten; im Jahr 2005 war es noch das 2,85-fache. Ähnlich verhält es sich beim Vergleich zwischen Vorständen und Leitenden Angestellten. Ein durchschnittlicher Vorstand verdiente 1986 etwa das 2,5 -fache eines Leitenden Angestellten. Heute hingegen ist es das 3,7-fache.

Langfristig vergüten

Ein wichtiger Faktor für Transparenz und Messbarkeit der Vorstandsgehälter sind variable Komponenten, die heute nahezu alle Vorstände erhalten (1976: zwei Drittel). Ein großer Teil der Steigerungen der Vorstandsvergütung der Top 100 Unternehmen ist auf diese Entwicklung zurückzuführen. Derzeit liegt der durchschnittliche Anteil kurzfristiger variabler Vergütung bei etwa einem Drittel des Gesamtgehaltes. Eine überdurchschnittliche Ertragslage führte bereits 1976 zu einem Plus von 15 Prozent gegenüber einer vergleichbaren, durchschnittlichen Vorstandsvergütung. Eine unterdurchschnittliche Performance schlug mit einem Minus von 12 Prozent zu Buche. Diese Spannen haben sich in den vergangenen 30 Jahren auf Plus 20-30 Prozent bzw. Minus 15-20 Prozent vergrößert.

Noch immer nicht in geeigneter Größenordnung durchgesetzt haben sich flächendeckende Long-Term-Incentives. Diese koppeln die Bezüge stärker an die langfristige und nachhaltige Wertentwicklung des Unternehmens.


 


 

Kienbaum
Studie
Vorstandsvergütung
Einkommenssteigerungen
Alexander v. Preen

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