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Shopping-Stadt Köln

IHK Köln und Stadt stellen Abschlussbericht zum Einkaufs-Tourismus vor

Nun drängeln sie wieder. Nachdem gestern die Kölner Weihnachtsmärkte eröffnet wurden, schlendern Kölner und Köln-Besucher aus ganz Deutschland mit Niederländern, Engländern, Franzosen und Belgiern einträchtig über die Märkte, durch die Kaufhäuser und Einzelhandelsgeschäfte. Zwischendrin noch einige Japaner, Chinesen und US-Amerikaner.

Oberstes Touristen-Ziel: Shoppen!

Die Weihnachtsmärkte verstärken derzeit einen Trend, der sich in Köln das ganze Jahr über beobachten lässt: Die Stadt ist Ziel Tausender Touristen, deren oberstes Ziel "Shoppen!" heißt. "Einzelhandel und Tourismus sind keine getrennten Welten", sagt Elisabeth Slapio, als IHKGeschäftsführerin unter anderem verantwortlich für die Bereiche Handel und Tourismus. "Immer mehr Touristen kommen in die Stadt, die Dom, Rhein oder auch Museen schön finden, in der Hauptsache hier aber einkaufen wollen". Um diesen Trend etwas genauer zu untersuchen, gaben IHK Köln, der Flughafen Köln Bonn, die Köln Tourismus GmbH, die Kaufhof Warenhaus AG, der Einzelhandels- und Dienstleistungsverband und die Köln Advent Stadtfest GmbH beim Kölner Institut für Handelsforschung eine Untersuchung rund um Shopping-Touristen und Weihnachtsbesucher in Auftrag. Denn ein genauerer Blick gerade auf die Weihnachtstouristen schien nötig, um künftig die oft sehr emotionalen Debatten rund um Qualität und Quantität der Märkte und ihrer Besucher sachlich führen zu können.

Tagesstouristen kaufen für 190 Euro in Köln ein

Die Ergebnisse der Studie, vor gut anderthalb Jahren vorgestellt, zeigten, dass Tagestouristen im Kölner Handel rund 190 Euro ausgeben und Weihnachtsmarktstouristen von ihren durchschnittlich 144 Euro gut 100 Euro im Handel außerhalb der Märkte lassen. Gekauft werden vor allem Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Juwelen und Uhren, und der größte Teil der Einkaufswilligen kommt aus den unterschiedlichsten Ecken Deutschlands nach Köln.

Workshops rund um Öffnungszeiten, Angebote, Marketing, Service und Image und Konsumverhalten

"Köln ist bereits heute ein guter und gefragter Gastgeber ", sagt Dr. Norbert Walter-Borjans, Dezernent für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Köln. "Aber es kann noch besser werden." Denn die im Zuge der Studie befragten Touristen hatten durchaus auch Kritisches anzumerken. Hinzu kommt, dass der Kölner Handel selber sich noch mehr auf die Shopping-Touristen einstellen könnte. Die IHK Köln hat deshalb mit Unterstützung der genannten Partner und der Stadt Köln in den vergangenen Monaten Workshops für Unternehmen aus Handel, Gastronomie, Touristik und Freizeit angeboten. Den Unternehmen wurden die Potenziale des Shopping-Tourismus aufgezeigt und gemeinsam wurde über Öffnungszeiten, Art und Umfang des Angebots, Marketing- Möglichkeiten, Konsumverhalten, Servicekompetenz oder auch das Image Kölns diskutiert.

Verbesserungen gewünscht: Stadtmöblierung, Servicequalität und Beschilderung

Die Ergebnisse stellten Walter-Borjans und Slapio am Dienstag (27. November) mit dem Abschlussbericht "Shopping-Tourismus in Köln - Potenziale identifizieren, Chancen nutzen!" vor. Der Bericht listet - bei allem Lob für die Einkaufsstadt Köln - auch durchaus einige Defizite auf. 27. November 2007 | Seite 3 Vor allem in den Bereichen Sauberkeit und Aufenthaltsqualität, Service und Angebot, Erreichbarkeit und Orientierung bleibt noch Einiges zu tun. Durchaus selbstkritisch haben die an den Workshops beteiligten Unternehmer auch Vorschläge entwickelt, deren Umsetzung ganz alleine bei ihnen liegt: Die angedachten Maßnahmen reichen dabei vom Ausbau der Fremdsprachenkompetenz der Verkäuferinnen und Verkäufer über Umrechnungstabellen für ausländische Kleidermaße und der Idee von "Wintermärkten" bis hin zu "Gruselshopping" als Themen-Event, Beilagen über die Shopping-Stadt Köln in ausländischen Zeitungen oder gezielte Werbung in Flugzeugen und Bahnen.

Shopping-Tourismus als Wirtschaftsfaktor weiter stärken

Und genau an diesen Verbesserungen wollen Einzelhandels-, Gastronomie- und Freizeitbranche, Stadt, Verbände und die IHK Köln in den kommenden Jahren gemeinsam arbeiten. "Shopping-Tourismus ist für Köln ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, den wir weiter stärken werden", stellte der Kölner Wirtschaftsdezernent dazu fest. "Köln kann nachhaltig vom Shopping-Tourismus profitieren, wenn es gelingt, einen ganzheitlichen Ansatz für die Einkaufsstadt Köln zu entwickeln. Nun gilt es, diese Chance zu nutzen - gemeinsam mit den Partnern in der Region", so Elisabeth Slapio.

(Redaktion)


 


 

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