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Interview

9 Fragen zu 2009 an Hans Rütten, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH

business-on.de stellte prominenten Vertretern neun Fragen zur regionalen Wirtschaftssituation in 2009. Hans Rütten, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH, geht mit Zuversicht in das Jahr 2009.

business-on.de: Herr Rütten, wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Entwicklung in Ihrer Branche?

Hans Rütten: Ich sehe, im Gegensatz zu anderen Branchen, zwar die eine oder andere Entwicklung, die uns nicht gerade freut, aber von einem „großen Einbruch“ kann ich nicht sprechen.

business-on.de: Spüren Sie bereits die Ausmaße der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise?

Hans Rütten: Es gibt die eine oder andere Veranstaltung, die verschoben wird, einige wenige werden abgesagt. Die Unternehmen, die unsere Kunden im Veranstaltungsbereich sind, müssen grundsätzlich genauer hinschauen, wofür sie wie viel Geld ausgeben.

business-on.de: Wie wird sich Ihre Auftragslage und Ihr Umsatz im kommenden Jahr entwickeln?

Hans Rütten: Wir gehen mit Zuversicht in das Jahr 2009, die Buchungslage ist erfreulich und wir sind sicher, dass wir Ausfälle kompensieren können. Wenn es uns gelingt, unser Portfolio weiterhin offensiv am Markt zu platzieren, werden wir besser abschneiden als im Vorjahr.

business-on.de: Wie schätzen Sie Ihre Perspektiven für 2009 ein?

Hans Rütten: Mit Blick auf die Großveranstaltungen wie Open-Air-Konzerte werden wir – nach heutigem Stand – ein außergewöhnlich starkes Jahr haben. Schauen wir auf unseren wichtigsten Kunden, den 1. FC Köln, dann wird es ab dem kommenden Sommer eine Entwicklung geben, die viele dem Club bisher nicht zugetraut haben. Neben dem jungen Mann, der aus dem Süden zu seinen Wurzeln zurückkehrt, wird es sicher noch einige weitere neue Gesichter geben. Dieser Verein ist auf dem richtigen Weg.

business-on.de: Welche Chancen und Risiken wird das Jahr für Ihr Unternehmen bringen?

Hans Rütten: Die Chancen habe ich gerade beschrieben, die Risiken liegen in den Unsicherheitsfaktoren rund um Großveranstaltungen wie Konzerte. Da weiß man wirklich erst, wohin die Reise geht, wenn die Tickets verkauft sind.

business-on.de: Sind Sie zufrieden mit dem Standort Köln und welche Faktoren schätzen Sie besonders? Planen Sie, künftig weiter in Köln zu investieren?

Hans Rütten Ich bin sehr zufrieden mit dem Standort Köln. Sie werden in kaum einer anderen Stadt soviel Begeisterungsfähigkeit und Motivation finden wie hier. Wir werden am Standort RheinEnergieStadion sicher auch weiterhin investiv tätig sein, wenn sich die jetzigen Entwicklungen fortsetzen. Da sind wir sehr zuversichtlich.

business-on.de: Wie beurteilen Sie die Steuer - und Abgabenlast an Ihrem Standort und wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt? Was müsste seitens der Politik in diesem Bereich getan werden?

Hans Rütten: Wir sind ein 100%iges Tochterunternehmen der Stadt Köln, so dass ich für diese Frage doch einigermaßen befangen bin. Gleichwohl, wenn sich eine Kommune entscheidet, unternehmerisch tätig zu sein, dann müssen hierzu auch die Rahmenbedingungen für die Unternehmen entsprechend gestaltet sein. Es macht wenig Sinn, wenn sich der Gesellschafter über das Instrumentarium der Steuern und Abgaben für seine eigene Gesellschaft indirekt schlechter stellt.

business-on.de: Was sind die wichtigsten Trends, die Ihre Branche im kommenden Jahr maßgeblich bestimmen werden?

Hans Rütten: Wir werden ganz sicher mit neuen Veranstaltungsformen arbeiten müssen, um neue Segmente in der Vermarktung unserer verschiedenen Locations erschließen zu können. Hier müssen wir gut vorbereitet den stetigen Wandel in den Anforderungen der Veranstalter antizipieren.

business-on.de: Wie sieht es mit der Unternehmerfreundlichkeit aus? Reichen Engagement und Förderung aus oder müsste hier noch mehr getan werden?

Hans Rütten: Es hat in vielen Bereichen bereits einen spürbaren Wandel gegeben, der den Unternehmen ganz sicher die Bedingungen erleichtert. Dennoch gibt es weiterhin Bedarf an Veränderungen. Es muss gelingen, in allen Bereichen Entwicklungen anzustoßen, die den Unternehmen das Arbeiten erleichtert. Wir müssen uns auf inhaltliche Fragen und Arbeiten konzentrieren können und nicht mit Verwaltungsthemen und –vorgängen so sehr belastet werden, dass für das Kerngeschäft zu wenig Zeit bleibt.

(Redaktion)


 


 

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