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Bergungsarbeiten an Kölner Einsturzstelle werden fortgesetzt

(ddp-nrw). Nach mehrmonatiger Pause sind am Montagabend die Bergungsarbeiten an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs fortgesetzt worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung begann ein über 100 Tonnen schweres Bohrgerät damit, die unterirdischen Wände für das sogenannte «Bergungsbauwerk» zu errichten.

Dazu sollen in den nächsten Wochen 63 Pfähle über 30 Meter tief nebeneinandergesetzt werden, um eine stabile Wand zu errichten. Zwei Pfähle, so die Kalkulation, können pro Arbeitstag gesetzt werden können.

Innerhalb des so entstandenen Ovals sollen dann die letzten Archivalien aus dem mit Schutt vermischten Grundwasser herausgeholt und die verbliebenen Trümmer weggeschafft werden. Die so geborgenen Archivalien sollen umgehend erstversorgt werden. Die Gesamtkosten für das Bergungsbauwerk sind auf insgesamt 10,2 Millionen Euro kalkuliert.

Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte, hat dieses Bauverfahren keine Auswirkung auf die früheren Schlitzwände an der geplanten U-Bahn-Haltestelle Waidmarkt. Diese unterirdischen Schlitzwände sollen später im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht werden, weil hier eine mögliche Ursache für den Einsturz des Stadtarchivs vermutet wird.

Bei dem Unglück waren am 3. März 2009 zwei Menschen getötet und zahlreiche historische Dokumente verschüttet und beschädigt worden. Probleme an der U-Bahn-Baustelle am Stadtarchiv gelten als wahrscheinlichste Unglücksursache.

Das nun begonnene Bergungsbauwerk soll auch die Voraussetzungen für das anschließende geplante «Besichtigungsbauwerk» an der Unglücksstelle schaffen. Von diesem Besichtigungsbauwerk aus will ab Herbst ein vom Landgericht Köln bestellter Gutachter die Einsturzstelle untersuchen. Auf diese Weise sollen das Unglück aufgeklärt und mögliche Verantwortliche ermittelt werden.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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