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  • 04.05.2006,
  • |
  • Köln

Kölner VWL-Absolventen sind Spitzenklasse

Wo sind die Elite-Unis im Land? Top-Talente welcher Unis sind in der Wirtschaft besonders gefragt? Rund 1.000 Personalchefs haben entschieden. In der Volkswirtschaftslehre belegt die Uni Köln Platz eins. Was zeichnet die Elite-Schmiede aus? Business-on.de hat im WiSo-Dekanat nachgefragt.

Kölner WiSo-Fakultät mit Bestnoten von Personalchefs

Landauf, landab wurden im Auftrag der Wirtschaftswoche 1.000 Personalchefs befragt, von welchen Hochschulen die qualitativ besten Bewerbungen kommen. Die Umfrage wird seit mehreren Jahren von der Kölner Access AG durchgeführt, quasi nach dem Motto: aus der Praxis für die Praxis. Messlatte für das Uni-Ranking sind Qualifikationskriterien wie Soft Skills, Sprachkenntnisse, Praxiserfahrung, Examensnote, Studiendauer, Auslandserfahrung, Fachspezialisierung, etc. Im kürzlich publizierten Ranking (siehe Wiwo Nr. 11) belegt die Uni Köln mit Volkswirtschaftslehre den ersten Platz, dicht gefolgt von der Uni Bonn. Im Studiengang Betriebswirtschaftslehre bewerteten die Personalchefs die Kölner Absolventen als Drittbeste in der Rangskala von Eins bis Zehn. Von Elisabeth Kalkowski, Dekanatsleiterin der WiSo-Fakultät, wollte Business On wissen, was den Erfolg ausmacht. Hier die Zusammenfassung.

Spitzenplatz in der volkswirtschaftlichen Forschung

Das Lehrstuhlangebot für VWLer wird von rund zwanzig renommierten Professoren vertreten. Zu den Fachrichtungen zählen u.a. Wirtschaftspolitik, Verkehrswissenschaft, Energiewirtschaft, Finanzmarktforschung, Rundfunkökonomie. In der Forschung nehmen die Kölner einen Spitzenplatz ein. "Die hohe Reputation und gesellschaftliche Relevanz der volkswirtschaftlichen Forschung in Köln wird durch die zahlreichen Berufungen Kölner Professoren in wissenschaftliche Beiräte sowie die Tätigkeiten als Fachgutachter (u.a. DFG, NSF, NESRC) und Herausgeber wissenschaftlicher Fachzeitschriften dokumentiert.

 

Besonders hervorzuheben ist, dass Kölner Professoren seit 1982 dem hoch angesehenen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehören." Zur Zeit ist Professor Dr. Dr. h.c. Bert Rürup - studierte und promovierte in Köln - Vorsitzender des erlauchten Gremiums der fünf Wirtschaftsweisen.

 

 

Globalisierung im Fokus

Im Rahmen der fortschreitenden Globalisierung darf natürlich der Kontakt zu und die Kooperation mit internationalen Einrichtungen nicht fehlen. Und hier können die Kölner ganz besonders punkten: "Hinsichtlich der Internationalisierung ist die WiSo-Fakultät sowohl unter den sieben Fakultäten der Universität zu Köln als auch unter den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten Deutschlands führend." Schon vor Jahren ist das „Zentrum für Internationale Beziehungen“ institutionell verankert worden. Die WiSo-Fakultät ist als einzige deutsche Fakultät im „Program in International Management“ (PIM) vertreten, einem weltweiten Studenten-Austauschprogramm mit derzeit ca. 50 bekannten Wirtschaftsuniversitäten in aller Welt. Außerhalb dieses Programms bestehen weitere Austauschprogramme mit Universitäten in den USA, in Japan sowie in West- und Osteuropa."

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Über den Tellerrand, sprich Fachrichtung, schauen, das zählte an der Kölner WiSo-Schmiede schon immer zur Pflichtkür in den Disziplinen Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Sozialwissenschaft. Die gemeinsame Weiterentwicklung moderner Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung wird die Kooperation zunehmend intensivieren, so aus dem Dekanat. "Die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Fakultät hat sich in jüngster Zeit in der Gründung des „Center for Financial Research“, des „Medienwissenschaftlichen Lehr- und Forschungszentrums“ sowie des „Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung“ niedergeschlagen."

Soft Skills als Karriereschub

Bei den Qualifikationen achten Personalchefs an erster Stelle auf die so genannten Soft Skills, wie Teamfähigkeit, sicheres Auftreten oder Belastbarkeit. Was kann Student davon im Campus lernen? "Ein großer Vorteil der Universität zu Köln ist Ihre Größe. Meist wird dies zwar als Nachteil interpretiert, aber dadurch lernen die Studierenden sich selbständig zu organisieren (im Gegensatz zu vielen privaten Unis, an denen die Studenten „an die Hand“ genommen werden), Probleme früh zu erkennen und eigenständig zu lösen.

Ebenfalls wichtig für die Soft Skills ist die Internationalisierung. Hier lernen die Studierenden sicheres Auftreten im Ausland, Zurechtfinden mit neuen, unbekannten Situationen, Kommunikation mit anderen Menschen und Anpassungsfähigkeit in andern Ländern und Kulturen."

Praxisrelevanz

"Die Anforderungen aus der Praxis sind an der WiSo-Fakultät nicht nur bekannt, ihnen wird auch durch ein hohes Engagement im Umgang mit praxisrelevanten Themen nachgegangen. Zum Beispiel hat die Kölner Uni die größte Anzahl von An-Instituten (zur Vertiefung und Verbreiterung wissenschaftlicher Aktivitäten, die Red.) in Deutschland. Hier lernen die Studierenden hautnah die Probleme der Praxis kennen und ihnen werden verschiedene praxisnahe Lösungswege aufgezeigt. Ein besonderer Praxisvorteil der Kölner Studierenden ist ihre Fähigkeit Probleme zu lösen, da sie während Ihres Studiums mit realen Problemen aus der Wirtschaftspolitik konfrontiert werden."

(Karin Bäck)


 


 

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