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  • 28.03.2006,
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  • Köln

Kölns moderner Transportdienstleister

Wo immer in der Region Güter von einem Ort zum andern zu transportieren sind, stehen die Häfen und Güterverkehr Köln AG, kurz HGK, bereit.

Vier Rheinhäfen, ein eigenes Eisenbahnnetz, bei über 88 Millionen Euro Umsatz in 2005, 600 motivierte Mitarbeiter: So präsentieren sich die Eckdaten der HGK, einem modernen Logistikdienstleister mit langer Tradition.

Diese Tradition spürt der Besucher schon beim Anblick der Firmenzentrale am Kölner Harry-Blum-Platz 2. Das Gebäude gehört zum Ensemble des Kölner Rheinauhafens, wurde 1898 erbaut und gut 100 Jahre später unter Federführung der renommierten Architektin Dörte Gatermann renoviert und erweitert. Ohne allerdings seine Herkunft zu verbergen – von der alten Bausubstanz ist auch im Innern viel zu sehen, und dass die HGK in vergangenen Zeiten mal etwas mit der guten alten Rheinuferbahn zu tun hatte, verdeutlicht nicht nur ein historisches Modell von Märklin im Eingangsbereich.

Der Bereich Personenbeförderung obliegt mittlerweile den Kölner Verkehrs-Betrieben, der Gütertransport auf der Schiene ist Sache der HGK. Alle wichtigen Industriestandorte der Region sind Teil des Netzes der HGK. Von Brühl aus werden Motorenblöcke per Bahn und Schiff in alle Welt transportiert. Für M-real/Zanders in Bergisch Gladbach liefern die Güterwaggons alle nötigen Rohstoffe, die Fertigprodukte wiederum gehen retour zu den großen Verlagshäusern in Deutschland und Europa. Für die heimische Braunkohle sind die HGK zuverlässiger Partner beim Transport des Braunkohlestaubs, wichtigstes Transportgut jedoch ist das Öl, das aus den Raffinerien bundesweit zu den Tanklagern gebracht wird.

Entsprechend wichtig ist für die HGK der Hafen in Köln-Godorf. Allerdings auch ein Problemkind, denn „er platzt mittlerweile aus allen Nähten“, berichtet Rolf Küppers, bei der HGK zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Um den so nötigen Ausbau wird seit langen Jahren gerungen, die Hoffnung besteht, dass das Planfeststellungsverfahren in diesem Jahr zum Abschluss kommt. „Allerdings muss dann erneut die Wirtschaftlichkeit des Projekts nachgewiesen werden, erst dann kann mit dem Bau begonnen werden“, so Küppers weiter über eine noch lange Wegstrecke.

Als bedeutenster Binnenhafen für Öl und Gas sowie als Umschlagplatz für chemische Flüssigprodukte ist der Godorfer Hafen durch ein Leitungssystem direkt mit den großen Chemie-Unternehmen im Kölner Süden verbunden. Rohstoffe, Vor- und Zwischenprodukte gelangen so schnell, sicher und umweltschonend von den Schiffen direkt zur Weiterverarbeitung in die Werke. Zudem hält der Hafen für Massengüter leistungsfähige Krananlagen bereit, die mit der Eisenbahn und LKW weitertransportiert werden.

Moderner und flexibler Transportdienstleister

Das Transportwesen ist ein insgesamt steigender Markt, auch wegen der zunehmenden Globalisierung . Die HGK sieht sich dabei als sogenannter Logistiker. Will sagen: dem Kunden wird aus dem Mix der Transportmöglichkeiten zu Wasser und zu Lande eine Lösung angeboten, die finanziell attraktiv ist und auch zeitlich passt. Wobei manchmal auch der kürzeste Umweg durchaus interssant sein kann. Denn die HGK muss freie Bahnstrecken jeweils anmieten, nicht immer steht also der direkte Weg von A nach B zur Verfügung. „Hier können wir unseren Kunden sagen, dann fahr doch über C nach B, dauert zwar etwas länger, ist aber für Sie nicht teurer, da wir die Strecke in dem Moment eh bedienen“, erläutert Küppers die Vorgehensweise, die an das alte Brettspiel „Öl für uns alle“ erinnert. An diesem Beispiel zeigt sich allerdings auch die HGK als moderner und flexibler Transportdienstleister, der Kundenwünsche unkompliziert erfüllt.

Neben Godorf ist auch Niehl wichtiger Umschlaghafen,
nicht zuletzt für die Ford Werke. Der Hafen Köln-Niehl I bietet ein breites Angebot an Umschlageinrichtungen für Güter aller Art. Krananlagen unterschiedlichster Leistungsspektren, Ro-Ro-Anlagen und Trockenumschlaganlagen für nässeempfindliche Güter stehen für moderne Umschlaganlagen. Mit drei leistungsfähigen Containerterminals auf einer Betriebsfläche von rund 100.000 Quadratmetern und fünf Containerbrücken wurden in 2005 allein hier 428.703 TEU umgeschlagen. Mittlerweile kann auch die neueste Generation der Container-Binnenschiffe, die JOWI-Klasse, im Hafen Köln-Niehl mit 2 Schiffen nebeneinander be- und entladen werden. Über eine leistungsfähige Roll-on/Roll-off-Anlage im Hafen Niehl II kommen täglich annähernd tausend Autos auf Spezialschiffe und damit zu überregionalen Verteilerzentren. Aber nicht nur die Ford-Werke profitieren von den Leistungen im Hafen Niehl II. Neben Einrichtungen für den Auto-Transport bietet der im nördlichen Industriegebiet gelegene Hafen auch spezielle Umschlagmöglichkeiten für Öl und Gas.

In der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit hat der Personenbeförderer KVB klar die Nase vorn vor dem Gütertransporteur HGK. „Was einfach daran liegen mag, dass das Thema Güterbahn nicht ganz so prickelnd ist“, wie Küppers findet. Ganz anders hingegen sieht es beim Fachpublikum aus. Aus ganz Deutschland erreichen das Unternehmen regelmäßig Anfragen von Trainspottern, den Fahrplanverfolgern und Technikliebhabern. Die kommen am 6.und 7. Mai 2006 voll auf ihre Kosten. Dann nämlich wird mit einem Tag der offenen Tür in Wesseling der 100. Geburtstag der Rheinuferbahn gefeiert. Mehr zu diesem Ereignis unter www.100-Jahre-Rheinuferbahn.de, und weitere Informationen über die HGK unter www.hgk.de.

(Redaktion)


 


 

HGK
Häfen und Güterverkehr Köln AG
Hafen Köln Niehl

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