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der deutschen Internetwirtschaft

eco-Kongress 2007: "Ist das Internet noch zu retten?"

Am 22. November veranstaltet der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft seinen diesjährigen Kongress unter dem Titel "Ist das Internet noch zu retten?". An diesem Tag werden in vier Tracks verschiedene Themen behandelt, die im Jahr 2007 Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen in Atem gehalten haben. Gleichzeitig blickt eco gemeinsam mit prominenten Rednern und Diskussionsteilnehmern auch in die Zukunft und versucht, auf die derzeit wichtigsten Fragen rund um die rasanten Entwicklungen in den Telekommunikationsmärkten Antworten zu geben.

"Wir befinden uns in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen, die in ihrer Intensität vergleichbar ist mit der Geburtsstunde des Internet", sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer des eco Verbandes. "Es ist sehr gut möglich, dass das Internet, so wie wir es heute kennen, in den nächsten fünf bis 10 Jahren nicht mehr existiert."

Insbesondere kleinere und dabei äußerst innovative Unternehmen sowie Verbraucher könnten unter dem Aufbau so genannter Next Generation Networks (NGN) benachteiligt werden. "Dadurch könnte die demokratische Struktur des Internets und die Tatsache, dass jeder Zugriff auf die Themen hat, für die er sich interessiert, in Gefahr geraten", so Harald A. Summa. Wenn die Infrastruktur nicht offen bleibe, sei es mit dem "Surfen ohne Grenzen" bald zu Ende. Einer der vier Tracks ist daher der spannenden Frage gewidmet: "NGN - Engels-Segen oder Teufels-Brut?".

In einer weiteren Vortrags- und Diskussionsreihe geht es um die Entwicklung des "Mobile TV". In einer aktuellen Studie hat eco ermittelt, dass knapp die Hälfte der darin befragten Experten davon ausgehen, dass selbst im Jahr 2012 weniger als fünf Millionen Bundesbürger regelmäßig Handy-TV nutzen werden. Es wird interessant sein zu erfahren, welche Hürden noch zu überwinden sind, um eine umfassendere Verbreitung zu erreichen. Auch IP-TV gehört unbestritten zu den "Hype-Themen" des Jahres 2007. Zu den zentralen Aspekten zählt hier die Frage, wie der Content an den Kunden gebracht werden soll. "Bevor sich IP-TV in Deutschland etablieren kann, muss erst noch eine Vielzahl an Komplettangeboten geschaffen werden. Außerdem verlangen private Programmanbieter hohe Entgelte und die öffentlich-rechtlichen Sender halten ihre Archive verschlossen - auf diese Weise gerät die Entwicklung ins Stocken", berichtet Harald A. Summa. Ein Dauerbrenner in diesem Jahr sind ferner die rechtlichen und regulatorischen Herausforderungen, die im Zusammenhang mit den Veränderungen in und um das Netz zu stemmen sind. Ein eigener Track soll hier Licht in das Dunkel bringen, das Judikative und Legislative durch ihre Vorhaben und bereits getroffenen Maßnahmen verursacht haben.

(Redaktion)


 


 

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