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Konsumklima

Konsumklima auch im Februar im Aufwind

(dapd). Mit der Stimmung der Verbraucher ist es im Februar weiter bergauf gegangen. Dank der nach wie vor guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt rechnen wieder mehr Menschen als im Vormonat mit einer Verbesserung ihres Einkommens. Auch vertrauen nach wie vor viele dem Wirtschaftsaufschwung, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Konsumklimastudie des Nürnberger Marktforschers GfK hervorgeht.

Einbußen verzeichnete dagegen die Kauflaune: Aus Angst vor weiter steigenden Preisen halten sich wieder mehr Verbraucher als im Januar mit größeren Anschaffungen zurück. Der Konsumklimaindex wird nach Einschätzung der GfK im März auf 6,0 Punkte steigen, von revidiert 5,8 im Februar. Zuletzt lag das Barometer im Oktober 2007 mit 6,4 Zählern höher.

Die Grundstimmung der Verbraucher sei weiter «sehr positiv», schreibt GfK-Autor Rolf Bürkl. Zwar büßte der Index der Konjunkturerwartung, der als einer von drei Indikatoren den Konsumklimaindex bestimmt, im Vergleich zum Januar 1,7 auf 57,1 Zähler ein. Er liegt damit aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau und mehr als 60 Punkte über dem Vorjahreswert.

Dies zeige, dass die Konsumenten die deutsche Wirtschaft unverändert auf Wachstumskurs sehen, erklärt Bürkl. Bestätigt fühlen dürften sie sich dabei von der jüngsten Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Februar erneut auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen ist. Außerdem signalisiert die weiterhin erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt einen anhaltenden Aufwärtstrend.

Vor allem aus diesem Grund und weil viele Unternehmen gute Bilanzen vorlegten, rechneten wieder mehr Menschen als im Vormonat mit steigenden Einkommen: Der entsprechende Index legte um 5,2 auf 42,9 Punkte zu. Vor einem Jahr lag er bei 12,0 Punkten.

Aufkommende Inflationsangst trübt die Kauflaune

Höhere Preise an den Zapfsäulen und in den Lebensmittelregalen im Supermarkt haben nach Einschätzung Bürkls unterdessen dazu geführt, dass die Angst vor einer Inflation wieder zunimmt. Entsprechend hielten etwas weniger Menschen als im Vormonat die Zeit für größere Anschaffungen für günstig: Der Index der Anschaffungsneigung verlor daher im Vergleich zum Vormonat 2,9 auf 38,9 Zähler, liegt aber noch fast 15 Punkte über dem Vorjahr.

Die Binnenkonjunktur und hier insbesondere der Konsum spiele eine zunehmend wichtigere Rolle bei der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, schreibt Bürkl weiter. Sie werde zum zweiten starken Standbein. Für das Gesamtjahr bestätigt die GfK daher ihre Anfang Februar gemachte Prognose, wonach der private Konsum um real 1,5 Prozent wachsen dürfte.

Für die aktuelle Studie befragten die GfK-Forscher rund 2.000 Verbraucher. Die Ergebnisse der nächsten Umfrage werden am 29. März veröffentlicht.

Von Brigitte Caspary

(dapd )


 


 

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