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Arbeitsmarktexperte: Krise trifft viele Unternehmen mit Verzögerung

(ddp). Von der Wirtschaftskrise werden nach Ansicht des Direktors für Arbeitsmarktpolitik am Bonner Forschungsinstitut Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider, auch im nächsten Jahr noch viele Unternehmen betroffen sein.

«Die ersten Wachstumsprognosen für 2010 gehen von einem Wirtschaftswachstum um rund 1,5 Prozent aus. Das würde theoretisch ausreichen, um das Beschäftigungsniveau zu halten«, sagte Schneider den »Ruhr Nachrichten" (Dienstagausgabe). Er befürchte jedoch, dass es zu einer zeitverzögerten Wirkung der Krise kommen werde.

Viele Firmen, die zunächst mit Kurzarbeit die Krise überbrückt hätten, ließen diese jetzt auslaufen und entlassen Mitarbeiter, sagte Schneider. Von Arbeitsplatzabbau werden nach seiner Einschätzung vor allem exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie, die Autozulieferer oder der Maschinenbau betroffen sein. In Bayern, Baden-Württemberg und NRW seien diese Bereiche besonders stark verbreitet, sagte Schneider. »Sie werden jetzt auch überproportional betroffen sein.«

Man solle jedoch nicht verzweifeln. Amerikanische, japanische oder skandinavische Autobauer kämpften mit den gleichen Problemen. Im Vergleich zu ihnen sei die Branche in Deutschland gut aufgestellt. »Es wird Arbeitsplatzvernichtung im Automobilsektor geben. Aber in Deutschland wird sie unterdurchschnittlich ausfallen.«

(ddp)


 


 

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