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Kündigungsgrund

Kündigung bei Rückfall in Alkoholkrankheit

II. Rückfall rechtfertigt regelmäßig ordentliche Kündigung

Das LAG hat jedoch die ordentliche Kündigung für wirksam erklärt (Kündigungsgrund: Alkohol). Dem Arbeitnehmer waren die Gefahren seiner Suchterkrankung durchaus bekannt. Bei einem Rückfall nach einer stationären Entwöhnungskur und nach anschließender längerer Zeit der Abstinenz spricht vieles dafür, dass der Arbeitnehmer die erteilten dringenden Ratschläge missachtet und sich wieder dem Alkohol zugewandt hat. Einem Arbeitgeber ist es in einer solchen Konstellation regelmäßig nicht zuzumuten, erneut ein derartiges Risiko auf sich zu nehmen. Dies gilt umso mehr, als im vorliegenden Fall der Arbeitnehmer als Elektromonteur beschäftigt wurde. Diese Tätigkeit ist durchaus auch mit Risiken für Leib und Leben verbunden. Dies war für den Ausspruch einer ordentlichen Kündigung ausreichend.

Hinweis für die Praxis:

Bei Kündigungen wegen Alkoholismus handelt es sich grundsätzlich um krankheitsbedingte (personenbedingte) Kündigungen (Fachbeitrag zu personenbedingte Kündigung). Das BAG hat jedoch anerkannt, dass auch eine verhaltensbedingte Kündigung wegen Pflichtverletzungen, die auf Alkoholabhängigkeit beruhen, nicht ausgeschlossen ist. Die Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein und insbesondere bei der Betriebsratsanhörung dürfen hier keine Fehler gemacht werden.

Autor: Dr. Nicolai Besgen ___________________________ Kanzlei MEYER-KÖRING v.DANWITZ PRIVAT Rechtsanwälte & Steuerberater Oxfordstr. 21 53111 Bonn Tel: 0228 / 72636-40 Fax: 0228 / 72636-55 E-Mail: [email protected]
Internet: www.mkvdp.de

(Dr. Nicolai Besgen)


 


 

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