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Kundentäuschung rechtfertigt fristlose Kündigung

(ddp.djn). Die vorsätzliche Täuschung von Kunden kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das gilt auch dann, wenn der betroffene Arbeitnehmer bereits seit fast 30 Jahren im Unternehmen beschäftigt war, wie das Landesarbeitsgericht Köln entschied (Urteil vom 19. Januar 2009, AZ: 5 Sa 1323/08).

Damit wiesen die Richter die Klage eines angestellten Metzgermeisters gegen die fristlose Kündigung seines Arbeitgebers zurück. Der Metzger hatte in der Filiale einer Supermarkt-Kette gearbeitet und dort regelmäßig Grillfleisch kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums in neue Verpackungen mit einem späteren Verfallsdatum umgepackt.

Der Kläger habe sich durch sein Verhalten nicht nur strafbar gemacht, sondern auch gezeigt, dass ihm «jedes Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit der Kunden» fehle, führte das Gericht aus. Dem Arbeitgeber drohe ein massiver Rufschaden. Daher sei die fristlose Kündigung auch bei Berücksichtigung der Beschäftigungsdauer von 27 Jahren gerechtfertigt.

(Redaktion)


 


 

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