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Deutsche Reallöhne nach Ende der Kurzarbeit kräftig gestiegen

(dapd). Deutsche Arbeitnehmer haben im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich mehr in der Lohntüte. Die Reallöhne seien nach dem Auslaufen der Kurzarbeit in vielen Betrieben im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 um durchschnittlich 2,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit.

Dies sei der höchste Anstieg seit Beginn der Indexberechnung 2007. Die Verdienste - gemessen am Bruttomonatsverdienst vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer - stiegen den Angaben zufolge um 3,4 Prozent, die Verbraucherpreise erhöhten sich um 1,1 Prozent.

Ursache für diese hohe Veränderungsrate sei allerdings nicht nur die aktuelle Verdienstentwicklung, sondern auch Sondereffekte wie etwa die Kurzarbeit. Durch den verstärkten Einsatz der Kurzarbeit waren im Vergleichszeitraum, dem zweiten Quartal 2009, die realen Bruttomonatsverdienste laut Destatis um 1,2 Prozent gesunken. Da im zweiten Quartal 2010 die Kurzarbeit stark zurückgegangen sei, falle die aktuelle Wachstumsrate daher tendenziell hoch aus.

Bei der nominalen Verdienstentwicklung stellten die Statistiker in den einzelnen Branchen teils erhebliche Unterschiede fest. So gingen im Bereich Verkehr und Lagerei die Bruttomonatsverdienste um 0,4 Prozent zurück, während sie in allen anderen Branchen stiegen. Im Wirtschaftszweig Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen stiegen die Verdienste um 7,4 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe um 5,7 Prozent und in der Energieversorgung um 4,5 Prozent.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente den Angaben zufolge im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im ersten Quartal 2010 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich brutto 3.229 Euro im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Energieversorgung (4.281 Euro) und Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (4.260 Euro). Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste wurden dagegen im Gastgewerbe (1.910 Euro) gezahlt.

(Michael Wojtek dapd)


 


 

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