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CDU und SPD loten mögliche große Koalition aus

(ddp-nrw). CDU und SPD haben das erste Sondierungsgespräch für eine mögliche große Koalition in Nordrhein-Westfalen begonnen. Das Treffen startete am Donnerstagmittag in einem Hotel am Düsseldorfer Flughafen. Verhandlungsführer der Parteien sind Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und SPD-Landeschefin Hannelore Kraft.

Kraft sagte vor den wartenden Journalisten, man sei «sehr gut vorbereitet» und wolle «ernsthafte Gespräche» führen. Rüttgers, der nach Kraft eintraf, betonte, er sei zuversichtlich und habe den festen Willen, die Gespräche zu einem Erfolg zu führen. Der Wähler habe so entschieden, dass nur eine große Koalition eine stabile Regierung bringen könne. Beide Parteien müssten jetzt nicht einfach ihr Wahlprogramm umsetzen, sondern müssten kompromissbereit sein. Eine große Koalition werde eine andere Politik machen als in den vergangenen Jahren.

Bei der Landtagswahl am 9. Mai war die CDU auf 34,6 Prozent der Stimmen gekommen, die SPD lag knapp dahinter mit 34,5 Prozent. CDU und SPD haben jeweils 67 Sitze im Landtag. Die Grünen erzielten 12,1 Prozent der Stimmen. Die FDP erhielt 6,7 Prozent. Auf die Linke, die erstmals in den Düsseldorfer Landtag einzog, entfielen 5,6 Prozent der Stimmen. Damit haben weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün eine Mehrheit. Die FDP hatte am 14. Mai Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen abgesagt. Am 20. Mai waren Sondierungsgespräche zwischen Rot-Grün und den Linken gescheitert. Die SPD bot daraufhin der CDU Gespräche für eine mögliche große Koalition an. Beobachter rechnen mit zähen und schwierigen Unterredungen.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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