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Fischrestaurant

Leckere Fische am Mülheimer Hafen

Fisch ist – das sagen alle – gesünder als Fleisch, doch eigenständige Fisch-Restaurants sind die in der vielfältigen Gastro-Szene der Domstadt eher rar. Das wohl am längsten existierende ist das „Scampino“ am Mülheimer Hafen, denn dort werden seit zwölf Jahren abwechslungsreiche Spezialitäten aus „Neptuns Reich“ in „Rheinkultur“ serviert.

Der Hafen in Mülheim gehört eher zu den „Hinterhöfen“ Kölns, außer dem Restaurant mit mediterranem Charakter gibt es nichts besonderes zu erwähnen – bis auf die „Anrheiner“, den WDR-Dauerbrenner mit Hildegard Krekel, Samy Orfgen, Tommy Engels und anderen Serien-Akteuren. Gleich um die Ecke der großen Scampino-Terrasse an der Hafenstrasse wird die WDR-Serie seit vielen Jahren abgekurbelt. Aber im Zuge des Hochwasserschutzes wird auch das Hafengelände neu gestaltet, schöne Zeiten verspricht die Stadt nach Beendigung der Bauarbeiten. Für Norbert Braun, den „Scampino“-Chef, klingen diese Schutzmaßnahmen gegen Vater Rhein wie Zukunftsmusik. Denn seit 1995 arbeitet er mit seinem Team dafür., nicht nur in Deutz und Mülheim sowie bei den vielen Messebesuchern als „Geheimtipp“ gehandelt zu werden. Gäste aus der City fahren meist nur ins Niemandsland kurz vor der Mülheimer Brücke wenn sie besondere Fisch-Fans sind oder durch Zufall bzw. die Empfehlung des Feinschmeckers ihres Vertrauens auf das Spezialitäten-Restaurants aufmerksam gemacht worden sind. Die Zeit, als in vielen Kölner Veedeln spezielle Fischhändler täglich das Beste aus See, Teich und Fluss anboten, sind lange vorbei.

Drachenkopf in der Salzkruste

Auf großen schwarzen Schiefertafeln werden im „Scampino“ die Gerichte des Tages notiert. So locken z. B. Schwertfisch in Lavendelbutter, Scholle in Weißwein oder Heilbutt in Trüffelcreme. Thunfisch mit Rosmarinbutter und Drachenkopf in der Salzkruste sind weitere Spezialitäten – aber der Dauerbrenner seit zwölf Jahren ist die Pfanne mit Scampis in Aioli-Sauce. Besonders beliebt sind auch Pfännchen mit Baby Calmares oder mit Sardinen in Knoblauchbutter. „Wir pflegen einen mediterranen Stil, sowohl in der Küche wie im Ambiente. Nordsee-Fischzubereitungen wie Heringe oder Schellfisch bestellen unsere Gäste nicht, wahrscheinlich, weil sie solche Gerichte hier überhaupt nicht erwarten.“

„Wir sind das einzige Restaurant in Köln, das kein Fleisch auf der Karte hat“, berichtet Norbert Braun nicht ohne Stolz. Wer bei ihm einkehrt und keine Lust auf Poseidons Schätze hat, kann sich mit Nudeln trösten. Oder mit so seltenen Delikatessen wie Trüffelrisotto oder gegrilltem Trüffelkäse mit Rucola und altem Balsamico.

Urlaubsfeeling mit Kräutern und Knoblauch

„Wir werden von zwei Italienern beliefert, die in der Saison stets erstklassige Trüffel anbieten“, verrät der Wirt. Auch bei Fischen und Meeresfrüchten hat er Quellen, die er nicht jedem offenbaren mag. „Es gibt ungefähr 25 Händler in Köln, die frische Ware liefern können – die meisten aber auch nicht jeden Tag. Man muss schon wissen, wer wann welche Fische anbietet.“ Dank seiner guten Beziehungen zu den Importeuren und Grossisten kann Braun seinen Gästen trotz der stark gestiegenen Preise leckere Fischgerichte zu bezahlbaren Kursen servieren.

Urlaubsfeeling kommt schnell auf, wenn man auf der großen Terrasse bei einem kühlen Glas Weißwein sitzt. Die Düfte aus der Küche, Fisch mit Kräutern und Knoblauch, Olivenöl, wecken den Appetit. Aber auch an kühlen oder regnerischen Tagen stimmt das Interieur des großen, licht durchfluteten Lokals. Scampino-Chef Braun und sein Team in der offenen Schauküche wie im Service sind hervorragende Gastgeber. Der Eigner selbst hat Koch gelernt und in vielen exzellenten Küchen im In- und Ausland Erfahrungen gesammelt. Auf Kreuzfahrtschiffen konnte er die Meere der Welt befahren, in denen die Fische schwammen, die jetzt in seinen Pfanne und Kochtöpfen brutzeln.

Deutz-Mülheimer Str. 199 / Hafenstrasse 51063 Köln (Mülheim) Tel.: 0221-618544 www.scampino.de

(Ulrich Gross)


 


 

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