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BaFin stellt Entschädigungsfall für die Lehman Brothers Bankhaus AG fest

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am Dienstag offiziell den Entschädigungsfall bei der Lehman Brothers Bankhaus AG festgestellt. Das bedeutet, dass damit die gesetzlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind, dass die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) die Einleger der Bank entschädigen kann. Dies umfasst allerdings nur die Einlagen von Kunden der Lehman Brothers Bankhaus AG, nicht die Zertifikate, die im wesentlichen von der Lehman Brothers Treasury Co. B.V., Amsterdam/Niederlande, emittiert und der Lehman Brothers Holdings Inc. garantiert wurden.

"Die jetzige Feststellung des Entschädigungsfalles seitens der BaFin ändert 
damit nichts daran, dass jeder Inhaber von Lehman-Zertifikaten seine 
Rechtsansprüche selbst durchsetzen muss. Dies betrifft vor allem etwaige 
Schadenersatzansprüche gegen die jeweilige anlageberatende Bank", so der 
Frankfurter Anlegeranwalt Klaus Nieding, dessen Kanzlei Nieding + Barth bis 
dato rund 900 Inhaber von Lehman-Zertifikaten vertritt.

"Aufgrund der laufenden kurzen Verjährungsfristen sollten sich Anleger durch 
die jetzige Ankündigung der BaFin nicht in falscher Sicherheit wiegen, 
sondern zeitnah etwaige Ansprüche sorgfältig überprüfen. Die BaFin musste 
den Entschädigungsfall für die Kundeneinlagen der deutschen Lehman Brothers 
Bankhaus AG formell feststellen, da die im Einlagensicherungs- und 
Anlegerentschädigungsgesetz festgeschriebene Sechs-Wochen-Frist nach 
Verhängung des Moratoriums gegen die Bank abgelaufen ist."

Nieding fordert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung erneut dazu auf, 
genauestens zu überprüfen, ob nicht im Rahmen einer Inanspruchnahme des 
staatlichen Bankenrettungspaketes die jeweiligen Banken verpflichtet werden, 
ebenfalls für eine Entschädigung derjenigen Inhaber von Lehman-Zertifikaten 
zu sorgen, die die Zertifikate auf Vermittlung der betreffenden Bank 
erworben haben. "Es kann nicht sein, dass der Staat Gelder des Steuerzahlers 
ausgibt und bestimmte Restriktionen damit verbunden sind wie die Deckelung 
der Vorstandsgehälter , die vielen tausend Inhaber von Lehman-Zertifikaten 
aber auf ihrem Schaden sitzen bleiben sollen. Angesichts der Tatsache, dass 
über 80 % der über 900 Mandanten unseres Hauses im Rentenalter sind, haben 
die Beteiligten insofern eine besondere Verpflichtung", so Anlegeranwalt 
Nieding in Frankfurt am Main.

(Redaktion)


 


 

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