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  • 26.04.2006,
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Lekkerland: Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Eine erneute Umsatz- und Gewinnsteigerung konnte die Lekkerland GmbH & Co. KG vorweisen. Im Geschäftsjahr 2005 wuchs der Umsatz um 8,8 Prozent auf 9.085 Millionen Euro (2004: 8.354 Millionen Euro).

„Sowohl in Westeuropa als auch in Osteuropa sind wir deutlich im Umsatz gewachsen“, so Christian Berner, Chief Executive Officer Lekkerland anlässlich der Bilanzpressekonferenz. Das Ergebnis sei durch „unsere konsequenten Expansionsstrategie“ zu erklären: „Zum einen durch die Konsolidierung im Westen und zum anderen durch die Akquisition bestehender Convenience-Großhändler in Mittel- und Osteuropa“, so Berner weiter.

Erstmalig erfolgte der Konzernabschluss nach IFRS , bilanziert wurden neben Deutschland die Tochterunternehmen in den Niederlanden, Belgien, Spanien, Tschechien, Österreich, Ungarn, Schweiz und der Slowakei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ( EBITDA ) liegt mit 160 Millionen Euro um 3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Das betriebliche Ergebnis ( EBIT ) stieg um 3,6 Prozent auf 115 Millionen Euro.

Mit 90 Millionen Euro lag der Jahresüberschuss um 11,9 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 80,4 Millionen Euro, was vor Konsolidierungsbuchungen insbesondere auf das gute Ergebnis aus Deutschland zurückzuführen ist (81,9 Millionen Euro). Die übrigen Länder legten vor Konsolidierungsbuchungen um 25,9 Prozent auf 13,6 Millionen Euro zu. Die Mitarbeiterzahl stieg um 234 auf 6.592.

Trotz der schwierigen Marktverhältnisse in Europa konnte Lekkerland seinen Umsatz mit Tabakwaren um 9,5 Prozent auf 7.091 Millionen Euro steigern. Der Umsatz im Segment Food/Non-Food stieg um 5,9 Prozent auf 1.964 Millionen Euro. Positiv wirkten sich dabei besonders die Umsatzsteigerungen in Spanien und Tschechien durch die Gewinnung von Neukunden und die Erschließung neuer Sortimente aus. Ebenso verlief die Entwicklung bei den Telefonguthabenprovisionen/Sonstiges positiv, hier erzielte Lekkerland mit 222 Millionen Euro eine Steigerung von 8,3 Prozent.

Auch in Deutschland steigerte das Unternehmen den Umsatz. Bei den Tabakwaren konnte ein Umsatz von 4.409 Millionen EUR erwirtschaftet werden, was einem Plus von 9,6 Prozent entspricht. Im Gegensatz zur rückläufigen Umsatzentwicklung des deutschen Zigarettenmarkts von -2,2 Prozent, erzielte Lekkerland hier ein Plus von 4,3 Prozent. Die Entwicklungen bei Benzinpreis und Tabaksteuer ließen an deutschen Tankstellen und Kiosken den Food/Non-Food Umsatz leicht um 3,3 Prozent auf 1.200 Millionen Euro sinken. Im Telekommunikationssektor unterliegt das Segment Provisionserlöse aus Prepaid-Guthaben (e-loading) einem zunehmend schärferen Wettbewerb etwa durch Banken, Discounter und Internet.

Dennoch hielt Lekkerland den Umsatz (Provisionserlöse) aus diesem Segment mit 183 Millionen stabil. Den Anteil am elektronischen Aufladeverfahren (e-loading) gegenüber physischen Prepaid-Karten erhöhte das Unternehmen von 62 auf 82 Prozent und verzeichnet derzeit rund 20.000 installierte e-loading Terminals im deutschen Einzelhandel.

In Ungarn und der Schweiz wurden die Mehrheitsanteile Ende 2004, in Österreich Anfang 2005, übernommen, daher sind diese Unternehmen erstmals in der Bilanz ausgewiesen. Auf Deutschland entfallen mit 5.792 Millionen Euro 62 Prozent des Gesamtumsatzes. Weitere 36 Prozent erzielten die übrigen westeuropäischen Länder mit 3.355 Millionen Euro. Die osteuropäischen Länder trugen mit 130 Millionen Euro die restlichen 2 Prozent zum Konzern-Gesamtumsatz bei.

Im Raum Benelux dominieren die Landesgesellschaften mit einer Umsatzsteigerung von 6,3 Prozent auf 2.849 Millionen Euro. Alle anderen Landesgesellschaften konnten den Umsatz ebenfalls steigern. Den größten Zuwachs innerhalb der Ländergruppe Westeuropa verzeichnet Conway Spanien mit 15,6 Prozent auf 229 Millionen Euro. Hier gewann das Unternehmen wichtige Neukunden - insbesondere im Food-Service-Geschäft. Darüber hinaus wuchs die Wirtschaft mit 3,5 Prozent fast so stark wie die Volkswirtschaften in den osteuropäischen EU-Beitrittsländern. Österreich trug 77 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei und die Schweiz konnte sich um 2,2 Prozent auf 200 Millionen Euro steigern. In Osteuropa entwickelte sich vor allem das tschechische Geschäft zufrieden stellend. Das Unternehmen erzielte in 2005 einen Umsatz von 114 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Slowakei befindet sich mit vier Millionen Euro im Aufbau, wogegen in Ungarn mit 13 Millionen Euro ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.

Lekkerland beliefert in zwölf europäischen Ländern 130.700 Tankstellen-Shops, Kioske, Convenience-Stores, Fast-Food-Ketten, Tabakwarenfachgeschäfte, Getränkefachmärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Kantinen mit einem Vollsortiment aus Süßwaren, Getränken, Snacks, Convenience-Sortimenten, Eis, Tiefkühlkost, Frische-Produkten, Tabakwaren, Telefonkarten und Non-Food. Das Unternehmen erzielte in 2005 einen Umsatz von 9.085 Millionen Euro.

Ausblick 2006: Expansion in ganz Europa

Für das Jahr 2006 strebt der Konzern ein Umsatzplus im zweistelligen Prozentbereich an. "Wir sehen enormes Wachstumspotenzial in Ost- und Mitteleuropa. Allerdings können wir unser Umsatzziel nur erreichen, wenn sich das private Konsumklima in unseren größten Märkten Deutschland und Benelux positiv entwickelt", so Christian Berner. Doch ist der Chief Executive Officer zuversichtlich: "Wir werden die Expansion der Lekkerland Gruppe international zielstrebig weiterführen. Gemeinsam mit unseren Kunden erschließen wir neue Länder und können ihnen so die bewährte Lekkerland Qualität auch international bieten“. Zudem sieht Berner das Unternehmen als „Türöffner für unsere Industriepartner, in dem wir als Mittler zwischen ihnen und unseren Kunden in den neuen Märkten agieren."

 

Im Dezember 2005 übernahm Lekkerland ein Liefergroßhandelsunternehmen in Rumänien. Anfang 2006 akquirierte das Unternehmen in Polen ein Convenience-Großhandelsunternehmen. Damit erwirtschaftet das Unternehmen in seinem nunmehr viertstärksten Land künftig rund 710 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt nun europaweit rund 7.400 Mitarbeiter. Diese Unternehmen, sowie das im Dezember 2005 gegründete luxemburgische Joint-Venture Conway Fixmer, sind nicht im Ergebnis 2005 konsolidiert.

(KO)


 


 

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