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Logistikmarkt Köln

Neues Rekordergebnis erzielt

Der Lager- und Logistikflächenumsatz des Kölner Marktes (inklusive Umland) lag im Jahr 2014 bei 305.000 m². Die Domstadt verdoppelt damit ihr Vorjahresergebnis und stellt einen neuen Rekord auf, der den zehnjährigen Durchschnitt um 37 % übertrifft. Das ergibt der Logistikmarkt-Report 2015, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), bundesweit führender Immobilienberater, Mitte Februar veröffentlichen wird.

„Diese erhebliche Steigerung resultiert insbesondere aus dem Neubau eines rund 100.000 m² großen Logistikzentrums für Hammer in Bedburg. Im Vergleich zu den schwächeren Resultaten der beiden Vorjahre war jedoch auch unabhängig von diesem Großabschluss eine deutliche Marktbelebung zu verzeichnen. Insgesamt wurden mehr Verträge abgeschlossen und vor allem in den größeren Flächensegmenten war die Nachfrage wieder lebhafter als im Vorjahr. Dabei wurde insbesondere in den letzten drei Monaten des Jahres mit 90.000 m² ein sehr hohes Quartalsergebnis erzielt. Zentrale Lagen wie Ehrenfeld und Ossendorf im Kölner Westen, aber auch flughafennahe Standorte mit guter Autobahnanbindung in Porz wurden besonders stark nachgefragt“, erläutert Hans-Jürgen Hoffmann, Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Handelsunternehmen auf Platz 1, Großabschlüsse dominieren

Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen wird mit gut 46 % von Handelsunternehmen angeführt. Sie schlossen mit Abstand die meisten Verträge ab und konnten ihr Vorjahresergebnis absolut verdreifachen. Dazu haben auch einige Großverträge wie von Segmüller in Pulheim (35.000 m²) oder vom Onlinehändler AO Deutschland in Bergheim (30.000 m²) und Bedburg (10.200 m²) einen erheblichen Beitrag geleistet. Logistikdienstleister kommen auf rund 42 % und werden trotz des Hammer-Deals auf den zweiten Platz verwiesen. Damit haben die beiden führenden Branchen im Vergleich zum Vorjahr die Plätze getauscht. Darüber hinaus steuern Industrieunternehmen mit 6,5 % noch einen höheren Anteil zum Flächenumsatz bei.

Durch die genannten Großverträge verteilt sich der Flächenumsatz heterogener über alle Größenklassen als noch im Vorjahr. Die Kategorie über 20.000 m² dominiert mit mehr als der Hälfte des Ergebnisses (knapp 55 %) das Bild. Im Gegensatz zu 2013 konnten aktuell jedoch keine Abschlüsse im Segment zwischen 12.000 und 20.000 m² registriert werden, dagegen entfallen rund 11 % auf die im Vorjahr unbesetzte Kategorie 5.000 bis 8.000 m². Besonders erfreulich ist, dass auch die kleineren Verträge bis 5.000 m² absolut noch einmal spürbar zulegen können. Dabei erzielt die kleinste Kategorie bis 3.000 m² mit knapp 18 % den zweithöchsten Beitrag zum Gesamtumsatz, weitere 10 % entfallen auf Abschlüsse von 3.000 bis 5.000 m².

Spitzenmiete Anfang 2014 gestiegen

Aufgrund des geringen Angebots an größeren, modernen Flächen hat die Höchstmiete bereits im ersten Quartal 2014 auf 5 €/m² angezogen (+4 %) und ist seitdem stabil geblieben. Erzielt wird sie für hochwertige Logistikflächen mit Neubaustandard in sehr guten Lagen des Kölner Stadtgebiets wie Ossendorf. Da Nutzer vermehrt auf das Umland ausweichen, ist an Standorten wie Frechen, Hürth oder auch Kerpen ein leicht steigendes Mietpreisniveau zu verzeichnen. Dabei werden gerade im großflächigen Segment zunehmend maßgeschneiderte Objekte entwickelt, die zu einem hohen Neubauanteil am Umsatz (55,5 %) geführt haben. Der Eigennutzeranteil ist dagegen auf 23 % gesunken (Vorjahr: 35 %).

Perspektiven für 2015

„Der Kölner Logistikmarkt hat 2014 ein Rekordergebnis erzielt, das insbesondere von einem Großabschluss profitiert hat. Für 2015 kann zwar grundsätzlich von einer lebhaften und etwas höheren Nachfrage ausgegangen werden, nichtsdestotrotz dürfte sich der Flächenumsatz ohne entsprechenden Sondereinfluss auf einem niedrigeren Niveau bewegen. Wichtige Branchen bleiben dabei vor allem der Handel, insbesondere E-Commerce, sowie Automotive. Aufgrund des nach wie vor geringen Angebots an modernen Bestandsflächen wird die Neubauaktivität hoch bleiben und vielleicht noch leicht zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht auszuschließen, dass sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmiete etwas anziehen könnten“, so
Hans-Jürgen Hoffmann.

Quelle: BNP Paribas Real Estate GmbH

(Redaktion)


 


 

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