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Lohnerhöhung

Deutliche Lohnerhöhung ist «Gebot der Stunde»

(dapd). Ver.di-Chef Frank Bsirske sieht erheblichen Nachholbedarf bei den Löhnen im öffentlichen Dienstes der Länder. Die Bezahlung der Beschäftigten sei in den vergangenen zehn Jahren um fast sechs Prozent hinter die durchschnittliche Tariflohnentwicklung zurückgefallen.

«Das tut den Beschäftigten nicht gut, das tut aber auch der Attraktivität des öffentlichen Dienstes nicht gut», sagte Bsirske am Freitag im ARD-«Morgenmagazin» vor Beginn der diesjährigen Tarifrunde für die rund 1,7 Millionen Tarifbeschäftigte und Beamte in den Ländern, Hessen und Berlin ausgenommen. Eine deutliche Lohnerhöhung sei daher «das Gebot der Stunde».

«Zwei Prozent ist das Mindeste, was in diesem Jahr zu erwarten ist», sagte der Gewerkschaftschef weiter. «Aber wir haben auch zwei Prozent Preisanstieg und einen deutlichen Anstieg der Arbeitsproduktivität.» Jetzt gehe es darum, die Arbeitnehmer an diesem Aufschwung zu beteiligen, damit «mehr rauskommt, als der Ausgleich der Preissteigerungsrate».

Das Argument der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), Lohnerhöhungen kämen wegen eines weiteren Rückgangs der Steuereinnahmen im vergangenen Jahr nicht infrage, ließ Bsirske nicht gelten. «Die Steuerschätzungen sehen so aus, dass die Länder bis 2012 mit 14,2 Milliarden Mehreinnahmen rechnen können», erklärte er. Für die Konsolidierung der Staatsfinanzen sei zudem ebenfalls das Wachstum entscheidend. «Dieses Wachstum gilt es jetzt zu stützen durch einen Schutzschirm für den Binnenmarkt, durch eine deutliche Anhebung der Gehälter und Löhne», sagte der ver.di-Chef.

Die Gewerkschaften, neben ver.di die dbb tarifunion wie auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), gehen mit der Forderung nach einem Sockelbetrag von 50 Euro plus drei Prozent mehr Geld in die Verhandlungen. Das entspricht einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von rund fünf Prozent. Für Auszubildende soll eine Übernahmegarantie gelten.

Für die TdL verhandelt Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU).

(dapd )


 


 

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