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Interview mit Lutz Wingerath

„Die Tradition der Leichtathletik in Köln wiederbeleben“

Am Sonntag, 24. Juni, findet im Kölner Rheinauhafen das 1. Buderus Kölner RheinSpringen statt. Mit internationalen Top-Athleten, einer weltweit einzigen mobilen Kombinationsanlage für Stabhoch- und Weitsprung sowie mit einem sehenswerten Rahmenprogramm, wird Köln als „Deutschlands Sportstadt“ um ein Sport-Event reicher.

Die Abteilung "Sports Solutions Conceptions" (SSC) der Kölner Sportstätten GmbH (KSS) veranstaltet gemeinsam mit dem Athletik Sportverein Köln (ASV) das "1. Buderus Kölner RheinSpringen", welches am 24. Juni im Kölner Rheinauhafen ausgetragen wird. Business-on.de sprach mit Lutz Wingerath, Mitglied der Geschäftsleitung der Kölner Sportstätten GmbH, über die Besonderheiten des Events, über die Kölner Ausrichtung als Sportstadt und über Jugendförderung im Sportbereich.

Business-on.de: Herr Wingerath, in wenigen Tagen startet das 1. Buderus Kölner RheinSpringen. Was genau ist unter dem neuen Event zu verstehen?

Lutz Wingerath: Eine Spitzensportveranstaltung auf der weltweit einzigen mobilen Kombinationsanlage der Disziplinen Stabhochsprung und Weitsprung. Und dazu gibt es noch einen Schülercup und einen Promi-Cup. So bieten wir der ganzen Familie eine Ganztagesveranstaltung mit attraktiven Rahmenprogramm.

Die Veranstaltung  zu den Bürgern bringen

Business-on.de: Wie ist es zur der Idee, ein „Rheinspringen“ am Kölner Rheinauhafen zu initiieren, gekommen?

Lutz Wingerath: Die SSC ist ständig auf der Suche nach attraktiven Veranstaltungsformaten für unsere Sportstätten. Dabei sind wir auf die Golden Roof Challenge in Innsbruck getroffen. Wir haben uns schnell mit dem Veranstalter aus Innsbruck geeinigt, dass diese tolle Leichtathletik-Veranstaltung nach Köln muss. Das Konzept sieht aber vor, dass die Anlage nicht in einer Sportstätte, sondern an belebten und außergewöhnlichen Plätzen aufgebaut wird. Die Veranstaltung wird so zu den Bürgern gebracht.

Business-on.de: Im Rahmen der Sportagenda 2015 wurde sich zum Ziel gesetzt, eine bessere Übersicht im Sportbereich zu schaffen. Köln ist jedoch weit über die Stadtgrenzen hinaus als Sportstadt anerkannt; die Zielformulierung liest sich hingegen wie eine unterschwellige Kritik am allgemeinen Sportangebot.

Lutz Wingerath: Die SSC beschäftigt sich nur mit einem sehr kleinen Teil aus der Sportagenda 2015. Und zwar mit dem Teil, strahlende Sportevents in die Sportstadt Köln zu holen. Wie eben das RheinSpringen.

Business-on.de: Das Buderus RheinSpringen stellt den Stabhoch- und Weitsprung in den Fokus. Ein sportlicher Bereich, der bislang - vielleicht überschattet von Fußball, Basketball, Eishockey und auch den vielen Laufveranstaltungen der Stadt - nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen hat?

Lutz Wingerath: Die Leichtathletik hat in Köln eine große Tradition, die wir wiederbeleben wollen. Aber große Leichtathletik-Sportfeste sind aus verschiedenen Gründen momentan sehr schwierig auszurichten. Auch ist der Zuschauerzuspruch bei diesen Großveranstaltungen meistens nicht zufriedenstellend.

Business-on.de: Was lässt Sie dann darauf hoffen, dass der Zuspruch bei dem kommenden Event positiver ausfallen wird?

Lutz Wingerath: Wir bieten den Zuschauern beim 1. Buderus Kölner RheinSpringen zwei attraktive und spektakuläre Sportarten an. Dadurch, dass die Zuschauer direkt an der Anlage stehen und dem Sportler in die Augen schauen können, ihn riechen können und den Wind beim Anlauf spüren, kommt eine ganz besondere Verbindung zwischen Sportler und Zuschauer auf. Dies führt auch zu einer einzigartigen und begeisterten Stimmung.

Business-on.de: Apropos Anlage: Alleine schon die Präsenz der „The FlySwat“ (Die Fliegenklatsche), so der Name der Kombinationsanlage für Stabhoch- und Weitsprung sorgte im Vorfeld der Event-Bekanntgabe für Aufregung. Erklären Sie uns doch bitte, was die Fliegenklatsche so einzigartig macht.

Lutz Wingerath: Sie ist die weltweit einzige mobile und kombinative Leichtathletikanlage. Alleine schon die Eckdaten sind imposant. Die Anlage ist über 72 Meter lang und wiegt 25 Tonnen. Für die Teilnehmer ist wichtig, dass sie Millimeter genau aufgebaut wird und somit weltranglistentauglich ist. Das heißt, Bestleistungen in Köln sind auch internationale Bestleistungen.

Business-on.de: Kann es auch als Ziel der Veranstaltung genannt werden, die Kranhäuser am Rheinauhafen mehr in den öffentlichen Fokus zu rücken?

Lutz Wingerath: Wir sind bei den Verantwortlichen vom Rheinauhafen auf große Begeisterung getroffen und wir wurden bei den Planungen sehr unterstützt. Wir hoffen, dass wir mit unserer Veranstaltung dazu beitragen können die Attraktivität des Rheinauhafens zu transportieren.

Internationales Starterfeld beim 1. Buderus Kölner RheinSpringen

Business-on.de: Das Event findet bereits in wenigen Tagen statt. Im Vorfeld wurde die Teilnahme von vielen international bekannten Athleten angekündigt. Wie hat sich die Resonanz seit den ersten Ankündigungen weiter entwickelt?

Lutz Wingerath: Wir sind sehr stolz, dass wir ein internationales Starterfeld präsentieren können. Leider haben sich zum Beispiel verletzungsbedingt noch ein paar Änderungen ergeben. Die erfolgten Absagen konnten wir aber Dank der hervorragenden Arbeit von Armin Margreiter adäquat ersetzen. Ich hoffe, dass bis Sonntag keine weiteren Verletzungen mehr dazu kommen. Dann müssen wir ein wenig zaubern, aber auch das bekommen wir dann hin. Wir werden am 24. Juni internationale Spitzenathleten, wie Steve Hooker oder Karsten Dilla, präsentieren.

Business-on.de: Im Rahmen der sportlichen Jugendförderung in Köln war es ein besonderes Anliegen, ein Schülerspringen als zusätzlichen Event zu integrieren. Wie können in puncto Jugendmotivation die bisherigen Erfahrungen bewertet werden?

Lutz Wingerath: Die Mitarbeit der Schulen und die Resonanz bei den Schülern war sehr gut. Wir können in allen vorgesehenen Altersklassen ein Starterfeld stellen. Es werden insgesamt über 60 Schüler springen.

Business-on.de: Stabhoch- und Weitsprung sind sportliche Disziplinen, die nicht unbedingt von Jugendlichen favorisiert werden. Wie war dies bezüglich der Ansatz, Schüler und Schülerinnen für das Event zu begeistern?

Lutz Wingerath: Das Schülerspringen findet natürlich nur im Weitsprung statt. Stabhochsprung ist ja keine Disziplin im Schulunterricht. Weitsprung hingegen gehört fest in den Lehrplan der Sportlehrer und ist ja zum Beispiel auch einen Disziplin bei den Bundesjugendspielen. Die Schüler freuen sich sehr auf dieser spektakulären Anlage in einem tollen Ambiente zu springen. Das Veranstaltungskonzept hat überzeugt, da mussten keine besonderen Anstrengungen unternommen werden, um die Schüler zu begeistern.

Business-on.de: Am Sonntag, 24. Juni, findet das Viertelfinalspiel des Siegers der Vorrundenspiele aus der Gruppe D gegen den Zweitplatzierten der Vorrundenspiele der Gruppe C statt. Auch wenn in diesem Spiel Deutschland nicht involviert sein wird, ist doch das Interesse an der Europameisterschaft sehr hoch. Sehen Sie Gefahr, durch das Spiel zur Alternativveranstaltung degradiert zu werden?

Lutz Wingerath: Wir haben unsere Veranstaltung extra so geplant, dass wir spätestens um 19 Uhr mit der Veranstaltung fertig sind. So können alle Fußballbegeisterten, und da gehört auch das ganze Team vom 1. Buderus Kölner RheinSpringen zu, das Spiel anschauen können. Da Fußball erst um 20.45 Uhr beginnt, ist ein Besuch beim RheinSpringen und das schauen des Viertelfinals völlig stressfrei zu kombinieren.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Wingerath.

(Redaktion)


 


 

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