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Rede von Marc E. Kurtenbach

Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs Köln e.V.

Der Vorstand des Wirtschaftsclubs Köln hatte zum Neujahrsempfang am 19.1.2011 ins Domhotel eingeladen.und viele Gäste und Mitglieder konnten einen illustren Abend erleben der durch interessante Rednerbeiträge geprägt war.

Nach der Begrüßung durch das Vorstandsmitglied Rechtsanwalt Christian Kerner überbrachte Oberbürgermeister Jürgen Roters in einer beim Publikum sehr gut angekommenen und launigen Rede die Grüße der Stadt Köln. Anschließend skizzierte der Generalkonsul der Türkei, Herr Kemal Basa in seinem auf Deutsch gehaltenen Vortrag die guten und wichtigen Beziehungen der beiden Länder. Dabei wurde klar, daß neben Deutschland auch die Türkei offenbar die wirtschaftschaftlichen Probleme der beiden letzten Jahre gut überstanden hat.

Auch in der Schlussrede von Marc E. Kurtenbach vom Bankhaus Merck Finck und Co. wurde die allgemeine wirtschaftliche Situation, die Stellung der Stadt Köln national und international sowie die guten aber durchaus wünschenswerten ausbaufähigen Beziehungen zur Türkei beleuchtet.

Alles in allem ein interessanter Abend der durch den perfekten Service des Domhotel-Teams In puncto Service,Speisen und Getränke optimal unterstützt wurde.

Abschlussrede von Marc E. Kurtenbach:

"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Roters!

Sehr geehrter Herr Generalkonsul BASA
- Willkommen bei Freunden!
Herr Generalkonsul

Meine Damen und Herren!

Das Jahr ist 19 Tage alt

und es ist schon viel passiert:

Der FC hat neue Spieler und alte Schwächen!

Die SPD will die Kölner Oper nach Bonn verlegen!

Der decke Pitter verliert seinen Klöppel!

Das alte Polizeipräsidium am Waidmarkt wird wohl doch abgerissen!

Die Bettensteuer ist noch in Kraft!

Frau Kraft kann den Nachtragshaushalt für NRW begraben.

Das Rheinhochwasser verschont uns derzeit Gott sei Dank!

Es war auch nicht einfach am Ende des Jahres Freunden einen guten Rutsch zu wünschen, denn Schnee und Eis haben bei dieser Äußerung Verwirrung ausgelöst!

Aber lassen Sie uns zurück und nach Vorne schauen:

2010:
Als ich vor einem Jahr hier stand waren 18 Monate nach der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise vergangen. Ich habe damals mit Recht Ihnen gesagt, dass wir STOLZ auf das geleistete sein können.

Schon in Ende 2009 zeichnete sich ab, dass Deutschland besser als seine europäischen Nachbarn durch die Krise kommt!

Der Mittelstand ist sehr verantwortungsbewusst mit der Herausforderung umgegangen!

In 2010 eilte die Deutsche Wirtschaft aus der Krise!

Das Bruttoinlandsprodukt , also der Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen sieg um 3,6% !
In 2009 waren wir noch um 4,9% geschrumpft!

Besser als bei uns lief es in keinem anderen Industrieland!

Der Export war wieder Triebfeder!

Die Arbeitnehmer profitierten von dem Aufschwung, die Zahl der Arbeitslosen sank auf 2,9 Millionen!

Die Entgelte stiegen um durchschnittlich 2,6%!

Klasse für die Betriebe, klasse für die Arbeitnehmer, klasse für den Staat, der wieder höhere Einnahmen hat!
Ich bin Stolz auf diese Leistung!

Deutschland ist besser als wir es oft durch die Medien dargestellt bekommen!

Köln!

Köln ist mittlerweile sexy wie Berlin.

Lassen Sie uns ehrlich sein, es geht uns in Köln wie den meisten Metropolen Deutschlands.
Die Kassen sind fast leer.

Ich beneide Sie nicht um die tägliche operative Arbeit in der Stadtverwaltung.

Ob Schlaglöcher, AWB, KVB, KEC und FC, ob Waidmarkt, die eigene Fraktion oder Einführung der Betten- sowie Anhebung der Gewerbesteuer !

Sie brauchen Kraft und gute Ratschläge!

Lieber Herr Oberbürgermeister wir brauchen eine neue Risikomoral!

Handlungsfähigkeit ist gefragt!

Geben Sie Köln die wirtschaftliche Dynamik zurück. Wir müssen die Marke Köln stärken!

Köln steht für

  • Nähe
  • Beziehung
  • Sicherheit
  • Und Wissensvorsprung!

Nähe: Nähe zu seinen Bürgern lebt der, der präsent ist, der ständigen Kontakt und Austausch sucht! Dafür stehen Sie Herr OB und wir die Wirtschaft!

Beziehung:
Beziehung setzt Vertrauen voraus und schafft Vertrauen!
Verlässliche Beziehungen zwischen der Politik, den Bürgern und den handelnden wirtschaftlichen Unternehmen müssen wir schaffen!

Köln ist weit vorne, aber diesen Markenwert müssen wir festigen.
Beziehung garantiert Vielfalt und Individualität!

Sicherheit:

Sicherheit bedeutet Verantwortung!
Bürger und Unternehmen brauchen die Gewissheit richtig durch die Politik beraten und vertreten zu werden.

Da kann Köln sich weiter schärfen

Wissensvorsprung:

Wissen ist die zentrale Ressource für zukünftigen Wohlstand der Stadt!
Investition in Bildung und Innovationen, also Forschung sind unser Lebenselexir.

Der Wirtschaftsclub begrüßt die Initiative der IHK zu Köln für einen Bildungs- und Innovationsgürtel vom Aachener Weiher bis an den Rhein.

Wer sich an meine Rede vom letzten Jahr erinnert weiss, dass ich damals schon aufgefordert habe weltstädtisch zu denken.

Auch im Bezug auf unsere internationalen Beziehungen steht uns dieses gut zu Gesicht.

Türkei:
Die Türkei ist neben China und Indien die wichtigste Macht für dauerhaften Wohlstand unserer Stadt. Nicht nur die vielen türkischen Freunde sind Bereicherung sondern die Ansiedlung von Unternehmungen dieser Staaten steht für die Zukunft im Vordergrund unserer Vorderung!

Die Türkei ist der fünfte BRIC Staat!
Sie hat Wachstumsraten von 10%.
Das nicht erst seit gestern, sondern seit Beginn des Jahrtausends.
Die Türkei hat sich binnen einer Generation von der einem Entwicklungsland zur Regionalmacht entwickelt.

Wer der Türkei heute vorschnell die Türe vor der Nase zuschlägt, der verpasst eine geschichtliche Chance!
Der EU Beitritt ist sicher eine Option und hat Priorität, aber lieber Herr Basa vielleicht tun Sie bei den derzeitigen Verhältnissen um Spanien, Portugal, Griechenland und Irland gut daran abzuwarten.

Die Union der Nahost Staaten ist aber heute schon Realität, nicht auf dem Papier aber in den Handelsbeziehungen der Türkei.

Syrien, Libanon, Jordanien, Ägypten,Lybien, Jemen, Bahrein, Irak, Kuweit, Katar und Oman sind die wirtschaftlich motivierte Union!

Hier liegt kein Widerpruch zur europäischen Perspektive, denn so wie Deutschland gewinnt die Türkei durch die engen Beziehungen zur arabischen Welt!

Gemeinsam sind wir stark für die Welt!

Gemeinsam sind wir stark für Deutschland!

Meine Damen und Herren lassen Sie uns in 2011 gemeinsam stark für KÖLN sein.

Denn unser Herz schlägt für Köln!"

Vortrag von Marc E. Kurtenbach
Mitglied des Vorstandes Wirtschschaftsclub Köln e.V
Sowie Mitglied der erweiterten Geschäftsführung Bankhaus Merck Finck + Co.

(Redaktion)


 


 

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