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Interview

Marina Frieß: „Gute Netzwerke machen 60 Prozent des Unternehmenerfolges aus“

Marina Frieß ist Inhaberin des Coachingunternehmens „Feminess – Female & Business“, Speakerin sowie Buchautorin und Publizistin für renommierte Zeitungen. Die Expertin für Eigenmarketing kam vor sieben Jahren von Unterfranken nach Bonn - ein Schritt, den die heute 29-Jährige nicht bereut hat. Immer wieder, verriet Frieß Business-on.de, stelle sie fest, wie freundlich und aufgeschlossen die Rheinländer seien.

Business-on.de: Sind Sie gebürtig aus dem Rheinland?

Marina Frieß: Ich bin gebürtig aus Unterfranken. Natürlich ist da der Schritt ins Rheinland erst einmal ein „Kulturschock“, da die meisten in Unterfranken zum Lachen in den Keller gehen. Ich stelle das auch immer noch fest, wenn ich in der „alten“ Heimat bin. Der Weg mit den Menschen in Beziehung zu gehen, ist wesentlich schwieriger als im Rheinland. Ich veranstalte bald einen Kongress in Würzburg und hoffe, dass ich dann eines besseren belehrt werde.

Business-on.de: Wenn Sie zugezogen sind: Seit wann wohnen Sie im Rheinland und was hat Sie damals zu dem Umzug bewogen?

Marina Frieß: Ich wohne mittlerweile sieben Jahre im Rheinland und bin damals aus beruflichen Gründen hierher gekommen. Ich wurde von einer Firma gebeten, hier einen Vertrieb aufzubauen, da die hohe Bevölkerungszahl ein großer Vorteil dieser Region ist.

Business-on.de: Was ist das Besondere am Rheinland?

Marina Frieß: Als „Landei“ muss ich sagen, dass ich die Infrastruktur toll finde. In meinem Heimatdorf fuhr einmal am Tag ein Bus. Hier ist man überall sehr schnell und kann sich dadurch perfekt vernetzen und immer in Bewegung sein. Auch die Anzahl an Veranstaltungen, egal ob darum geht Netzwerke zu knüpfen oder man lernen möchte, finde ich phantastisch. Gute Netzwerke machen 60 Prozent des Unternehmenserfolges aus und diese kann man hier sehr gut aufbauen.

„Im Rheinland hat persönliches Wachstum einen hohen Stellenwert.“

Business-on.de: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

Marina Frieß: Ich bin in der Weiterbildungsbranche und mittlerweile zehn Jahre selbstständig . Ich kann mir keine bessere Tätigkeit vorstellen. An sich selbst und mit Anderen zu arbeiten ist sehr bereichernd und einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens.

Business-on.de: Wie beurteilen Sie die Zukunft Ihrer Branche in der Region?

Marina Frieß: Die Zukunft beurteile ich sehr gut, da die Menschen hier sehr offen für neues und für Veränderung sind. Ich veranstalte hier häufig Seminare und Vorträge. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie freundlich und aufgeschlossen die Rheinländer sind. Zusätzlich sorgt NRW mit dem Bildungsscheck und dem Bildungsgutschein dafür, dass sich fast jeder Weiterbildungen leisten kann. Daran erkenne ich sehr gut, dass hier persönliches Wachstum einen hohen Stellenwert hat.

Business-on.de: Für wachsende Städte ist es oftmals schwer, harte und weiche Faktoren in Einklang zu halten. Köln mag für Unternehmer seinen Reiz haben, doch ist es eine Stadt, in der Sie Ihre Kinder groß ziehen würden?

Marina Frieß: Ich würde mein Kind eher in einer umliegenden Kleinstadt groß ziehen. Das liegt möglicherweise daran, dass ich selbst ländlich aufgewachsen bin und ich glaube, dass Kinder dort etwas behüteter aufwachsen. In den Großstädten ist alles anonym, jeder schaut nach sich. In ländlichen Regionen wird doch noch mehr auf Gemeinschaft gesetzt. Das ist eigentlich sehr schade, aber ich glaube ein allgemeines Gesellschaftsproblem. Wobei, wenn sich jeder um sich selbst kümmert, geht es bekanntlich allen gut.

Business-on.de: Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissensstand und Erfahrungsschatz beruflich noch mal von vorne anfangen könnten, welche Entscheidungen würden Sie revidieren?

Marina Frieß: Gar keine! Ich habe Höhen und Tiefen in meiner Selbstständigkeit erlebt, auch große Existenzängste musste ich erleben. Allerdings bin ich absolut überzeugt davon, dass jede Erfahrung uns zu dem macht, was wir jetzt sind. Ich treffe jetzt ganz andere und vor allem bessere Entscheidungen als innerhalb meiner Krise. Meine Unternehmen und auch der Bekanntheitsgrad wachsen stetig und das verdanke ich auch meinem Wissen aus der Vergangenheit. Ich bin sehr dankbar für alle Dinge die ich in mein Leben gebracht habe und für meinen jetzigen Erfolg.

Dr. Hubertus Porschen meint „Die deutsche Onlinebranche hinkt weit hinterher.

(Christian Weis)


 


 

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