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Marc E. Kurtenbach

Merck Finck & Co: Beziehungsbanker vermehren Vermögen!

Merck Finck & Co, traditionelle Privatbank mit bayrischer Provenienz, hat seit 2002 auch eine Niederlassung in Köln. Betreut werden hier nicht nur die Privatkunden, die das Bankhaus von der West LB übernahm, sondern alle, die ihr Vermögen von einer Million aufwärts in vertrauensvolle Hände geben möchten. Für die diskrete Vermögensanlage verbürgt sich Niederlassungsleiter Marc E. Kurtenbach. Business-on.de sprach mit ihm.

Bankhaus mit großer Tradition

Die Privatbank wurde 1870 unter dem Namen Merck Christian & Co von Dr. Heinrich Johann Merck und Adolf Karl-Ludwig Christian gegründet. Wilhelm Peter Finck ist zunächst als Prokurist im Unternehmen tätig. Seinem Blick für die richtigen Bankgeschäfte ist der schnelle Erfolg zu verdanken. Er wird Teilhaber und 1889 wird das Haus konsequenterweise in Merck Finck & Co umfirmiert. In den Folgejahren beteiligt sich Finck an der Neugründung vieler zukunftsträchtiger Unternehmen, u.a. an der Allianz Versicherung, der Münchner Rück, an den Vorgängern der DASA und der Lufthansa. Er unterstützt wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie den Ausbau der Eisenbahnnetze und der Wasserkraftwerke. 1905 wird Wilhelm Peter Finck in den bayerischen (vererbbaren) Adelsstand erhoben.

Beratung vor Ort aus kompetenter Hand

Merck Finck & Co Privatbankiers entwickelt sich auch nach dem zweiten Weltkrieg wieder zu einem äußerst profitablen Unternehmen. 1990 übernimmt Barclays plc, London, die Gesellschaftsanteile der Bank und verkauft diese neun Jahre später an die Kredietbank S.A. Luxembourgeoise, kurz KBL. Mit dem Vorteil, dass die Banker nunmehr Mitglied im europäischen Privatbanken-Verbund der KBL sind. Das Münchner Mutterhaus behält seine Selbständigkeit im strategischen und operativen Management. Den Leitsätzen, u.a. Tradition und Innovation, ist das Unternehmen bis heute treu geblieben. Das Angebot reicht inzwischen von der strategischen Vermögensplanung über die Vermögensverwaltung bis hin zur Beratung bei der Vermögens- und Unternehmensnachfolge – und vermögende Privatleute oder Unternehmen aus Köln, Bonn und Umgebung können sich seit 2002 persönlich in der neuen Dependance beraten lassen.

Marc E. Kurtenbach, 39, verheiratet, zwei Kinder, kam 2001 zu Merck Finck & Co. Im Gepäck hatte er Erfahrungen aus 14-jähriger Tätigkeit im Private Banking der Bayrischen Vereinsbank. Seit vier Jahren leitet er die Kölner Niederlassung.

business-on.de: Für die Kölner Niederlassung von Merck Finck & Co haben Sie, Herr Kurtenbach, bereits Beachtliches in Bewegung gesetzt. Worauf sind Sie besonders stolz?

Marc E. Kurtenbach: Also besonders stolz bin ich auf die guten Ergebnisse, die wir in der Region Köln und Bonn erwirtschaftet haben. 2005 stieg unser verwaltetes Anlagevermögen um 25 Prozent und für die ersten acht Monate dieses Jahres konnten wir bereits ein Plus von 37 Prozent verbuchen. Außerdem haben wir, ganz der Tradition des Hauses verpflichtet, kulturelle Akzente mit eigenen Vernissagen gesetzt. Das Engagement in Kunst und Kultur liegt mir auch persönlich sehr am Herzen. Etabliert ist inzwischen auch unser jährlicher Merck Finck Golf Cup Cologne. Er ist nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, sondern dient vor allem auch karitativen Zwecken.

business-on.de: Was hat sich aus Ihrer Erfahrung in den letzten Jahren in der Vermögensberatung verändert? Wie hat sich Merck Finck & Co darauf eingestellt?

Marc E. Kurtenbach: Offensichtlich ist: Unsere Kunden werden nicht nur älter, auch die Ansprüche an den Lebenskomfort im Alter, sprich Freizeit, Gesundheit, Wellness, sind gewachsen. Für uns heißt dies, die Beratung stärker auf adäquate Vorsorgemodelle zu fokussieren. Dazu bedarf es nach unserem Verständnis einer ganzheitlichen Betrachtung der Vermögenssituation, d.h. Liquidität, Aktien, Renten, Immobilien, Beteiligungen, Firmenanteile, Versicherungen, etc., um dann maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln. Andererseits: Die zahlreichen Änderungen im Steuergesetz, ich denke da auch an die noch nicht verabschiedete Neuregelung in der Erbschaftssteuer, verändern ebenfalls die Anlagestrategien. In diesem Zusammenhang möchte ich auf unser Erbschafts- und Stiftungsmanagement hinweisen. Es gibt allerdings noch einen anderen Trend: Unsere Kunden verlangen mehr Kontinuität in der Betreuung, d.h. sie möchten nicht, wie bei Großbanken der Fall, mit wechselnden Beratern konfrontiert werden. Wir sehen uns deshalb bei Merck Finck & Co mehr und mehr als „Beziehungsbanker“.

business-on.de: Was hat sich, abgesehen von der noch nicht amtlichen Reform der Erbschaftssteuer, in der Beratung bei der Vermögens- und Unternehmensnachfolge verändert?

Marc E. Kurtenbach: Unsere Kunden mit sehr großem Vermögen legen inzwischen großen Wert auf eine stärkere Begleitung. Wir haben uns darauf eingestellt und arbeiten heute mit professionellen Werkzeugen, z.B. im Controlling . Das macht unsere Beratung einfacher und schneller.

business-on.de: Welche Kapitalanlagen sind von Ihrer Klientel besonders gefragt?

Marc E. Kurtenbach: Beispielsweise Entwicklungsfonds zur Erstfinanzierung von Klein- und Kleinst-Unternehmen, so genannte Private Equities. Gefragt sind auch immer noch Beteiligungen an Schiffsfonds. Anders als früher geht es heute darum, hohe Ausschüttungen steuerfrei zu bekommen.

business-on.de: Was empfehlen Sie an zukunftsweisenden Investments?

Marc E. Kurtenbach: Ein Thema sind nachhaltige Investitionen in Rohstoffe und Energie. An Bedeutung gewinnen momentan Infrastrukturfonds. Pionier ist derzeit die australische Macquarie Bank.

business-on.de: Wilhelm Peter Finck war schon vor mehr als 100 Jahren erfolgreich mit Infrastrukturmaßnahmen. Was macht die Fonds so attraktiv?

Marc E. Kurtenbach: Infrastrukturen wie Wasserversorgung, Energieerzeugung, Autobahnen oder Flughäfen bieten anders als Aktien- oder Rentenpapiere eine verlässliche Rendite bei geringem Risiko. Das liegt in der Natur der Sache, denn es ist ökonomisch unsinnig, mit einer parallelen Wasserleitung oder einer zweiten U-Bahn für die gleiche Strecke dem Investor Konkurrenz zu machen. Hinzu kommt, dass Infrastrukturfonds nicht mit anderen Vermögenswerten im Portfolio korrelieren. In den europäischen Nachbarländern, allen voran England, ist die private Finanzierung öffentlicher Bauvorhaben schon sehr viel weiter. Es ist zu erwarten, dass es in 4-5 Jahren auch in Deutschland vermehrt privat finanzierte Infrastruktur -Projekte geben wird.

business-on.de: Letzte Frage: Gibt es etwas, worin sich Merck Finck & Co von anderen Privat- oder Großbanken unterscheidet?

Marc E. Kurtenbach: Ja, das gibt es. Wir sind streng neutral bei der Auswahl der Produkte. Unsere Bank hat keine hauseigenen Fonds, Papiere, etc.

Herr Kurtenbach vielen Dank für das Interview.

(Karin Bäck)


 


 

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