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Interview

Michael Massmeier: „Das Kölner Marketing-Logo würde ich am liebsten an Wuppertal verschenken!“

Michael Massmeier ist Geschäftsführender Gesellschafter der Counterpart Group, Köln. Der 51-Jährige hatte sich bei der Gründung seines Unternehmens bewusst gegen Hamburg und Düsseldorf als strategisch sinnvollere Standorte entschieden und auf sein Herz gehört. Das, so Massmeier, schlage für Köln. Im Interview mit Business-on.de verriet der Unternehmer, wieso man insbesondere auf das Friesenviertel in Köln achten sollte und was es neben Kommunikationsbereitschaft noch braucht, um erfolgreich zu sein.

Business-on.de: Sind Sie nur beruflich oder auch privat im Rheinland ansässig?

Michael Massmeier: Die Entscheidung für Köln, als Agenturstandort, war die größte emotionale Komponente in der Gründungsphase der Agentur. Aus strategischen Gesichtspunkten wären Hamburg oder Düsseldorf sinnvoll gewesen, aber mein Herz schlägt einfach für Köln und hier fühle ich mich nach wie vor sehr wohl.

Business-on.de: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

Michael Massmeier: In der Kommunikationsbranche seit 1991. Damals gründeten wir die Agenturgruppe Counterpart aus der Überzeugung heraus, dass es an kompetenten, strategischen Sparringspartnern bei der Positionierung und kommunikativen Führung von Marken fehlt. Diese Nische besetzen wir in einem extrem schnelllebigen Markt jetzt seit 23 Jahren. Dabei vereinen wir alle kommunikativen Disziplinen unter einem Dach: Werbung, PR, Online sowie strategische Markenführung – und das branchenübergreifend. Wir beraten hart und medienneutral. Das heißt, wir suchen immer den besten Weg für unseren Kunden, damit sie das meiste aus ihrem Budget raus holen, um ihre Markenbotschaften effizient und erfolgreich zu vermitteln.

Business-on.de: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen?

Michael Massmeier: In meinen drei Agenturen arbeiten aktuell rund 39 festangestellte Mitarbeiter. Dazu kommen noch freie Mitarbeiter. Die Abgrenzung zwischen den Medienkanälen verschwimmt zunehmend und das mobile Internet wird immer wichtiger. Hier müssen wir flexibel und schnell reagieren und Markttrends frühzeitig erkennen. Daher bilden wir auch kontinuierlich junge Kölner Talente aus. Echte Counterparts eben.

„Werbung ist viel zu teuer, um damit herumzuspielen.“

Business-on.de: Macht es die Kommunikationsbereitschaft rund um Köln einfacher beruflich erfolgreich zu sein?

Michael Massmeier: Die Kölner sind stolz auf ihre Stadt und offen für Neues. Aber wir haben viele nationale und internationale Kunden betreut bevor sich die ersten Kölner Unternehmen in unsere Kundenliste einschrieben. Mit unseren erfolgreichen Kampagnen für Standard Life Lebensversicherungen, Triumph Motorcycles oder JCB Baumaschinen waren wir in den Anfängen in Großbritannien und international wesentlich geschätzter als in Köln. Heute ist das zum Glück anders. Ob Früh Kölsch, Kalaydo, Köttgen Hörakustik, die AWB oder Greven Medien: Es macht uns immer viel Spaß, die Kölner mit Werbung, Pressearbeit und Online-Kampagnen zu sehr kölschen Themen anzusprechen. Aber die offene Art der Kölner macht uns nicht alleine erfolgreich. Werbung ist viel zu teuer, um damit herumzuspielen. Vielmehr ist es unsere Kombination aus Kommunikations- und Unternehmensberatung – und das in kreativster Form. Counterpart: Der Name ist bei uns Programm! Wir verstehen uns als Sparringspartner unserer Kunden. Wer unser Angebot annimmt muss sich auf lebhaften Meinungsaustausch und temperamentvoll vorgetragene Entwürfe einstellen.

Business-on.de: 86 Veedel zählt Köln und die Stadt ist ständig im Wandel. Welcher Bezirk wird Ihrer Meinung nach in Zukunft wirtschaftlich von zentraler Bedeutung sein?

Michael Massmeier: Den größten Wandel machte vermutlich gerade das Friesenviertel durch. Seit dem 20. Jahrhundert hat das Veedel bereits viele Veränderungen durchlebt. Zum einen war es für seine Rotlicht-Szene und Kneipen-Boxkämpfe bekannt. Andererseits begann mit der Ansiedlung des Versicherungsriesen Gerling in den 50er Jahren der Wandel. Und jetzt verändert das Gerling Quartier erneut wieder das gesamte Veedel und spricht eine jüngere und urbane Zielgruppe an. Hier entsteht eigentlich ein neuer Stadtteil für exklusives Wohnen und Arbeiten mitten in Köln. Counterpart kam übrigens ins Boot, um das Gerling Quartier kommunikativ zu vermarkten. Seit 2012 unterstützen wir die erfolgreiche Vermarktung durch klassische Werbe- und Marketingaktivitäten.

Business-on.de: Wenn Sie einen Tag lang die Fäden der Stadt ziehen dürften, welche für Sie längst überfällige Entscheidung würden Sie umsetzen?

Michael Massmeier: Das neue Marketing-Logo der Stadt Köln würde ich an diesen Tag als erstes an Wuppertal verschenken. Um sich in den Medien durchzusetzen, ist Prägnanz zwingend. Die sehe ich hier nicht. Der obligatorische Dom und ein paar Linien machen noch kein Logo. Firlefanz. Aber ich bin mir sicher, die Kölner werden das Logo mit Humor ertragen.

Business-on.de: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Michael Massmeier: Da nehme ich mir Zeit für ausgedehnte Spaziergänge im Kölner Grüngürtel mit meiner Hündin Pepa.

Für Wolfgang Bosbach sind die Menschen am Rheinland das Besondere.

(Christian Weis)


 


 

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