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Mittelstand muss Finanzierungsmöglichkeiten stärker nutzen

„Deutschland braucht seiner wirtschaftlichen Bedeutung und den strukturellen Herausforderungen angemessene rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen für privates Beteiligungskapital. Zugleich müssten die damit verbundenen unternehmerischen Chancen stärker in den Mittelstand hinein getragen werden und diese Finanzierungsmöglichkeiten noch stärker genutzt werden.“ Dies forderte Christian Niederle, Managing Partner der Network Corporate Finance GmbH & Co. KG, Düsseldorf, auf einer Informationsveranstaltung für den regionalen Mittelstand, die am Donnerstag, den 15. März 2007, in Aachen stattfand.

Der Einladung der Aachener Beteiligungsgesellschaft S-UBG AG waren über 200 mittelständische Unternehmer aus der Region Aachen, Krefeld, Mönchengladbach gefolgt. Unter dem Leitmotiv „Der Mittelstand bewegt sich“ informierte die Veranstaltung über die aktuellen Mittelstandsthemen Unternehmensnachfolge und Börsengang.

Unternehmensnachfolge – Emotionale Aspekte im Fokus

„Es ist unbedingt notwenig, alle im Rahmen einer Unternehmensnachfolge aufkommenden Erwartungen zwischen der alten und jungen Generation wirklich miteinander abzugleichen“, formulierte Gerhard Nagel, Geschäftsführer der Münchner Unternehmensberatung Nagel.Maier.Partner, als eine von zehn Thesen im Rahmen seines Vortrages. „Die emotionalen Aspekte einer Unternehmensnachfolge, insbesondere innerhalb einer Familie, werden oft unterschätzt und viel zu spät erkannt“, so Nagel. Nur, wenn alle Konfliktpunkte offen und ehrlich und bei klarer Rollenverteilung in Angriff genommen würden, habe eine Unternehmensnachfolge Aussicht auf Erfolg.

Die Vorträge und Diskussionen zeigten auch, dass sich der Mittelstand dem Thema Private Equity zusehends öffnet. „Aspekte wie Nachfolgeregelung und Börsengang sind von strategischer Bedeutung für unsere Zukunft“, so Matthias H. Gimpel, Gründer und Geschäftsführer der Gimpel Ingenieur-Gesellschaft mbH, Aachen. Die Zusammenarbeit mit Finanzinvestoren eröffne die Möglichkeit, diese Szenarien mit einem Partner durchzuführen, der neben Kapital auch seine Kontakte und Erfahrungen einbringt. Horst Gier, Vorstandsmitglied der S-UBG-Gruppe, nennt die Rahmenbedingungen für diese Art der Unternehmensfinanzierung allerdings verbesserungswürdig: „Wir hoffen, dass die Regierung im Zuge der Unternehmenssteuerreform das geplante Private Equity-Gesetz tatsächlich auf den Weg bringt, das den Umgang mit Beteiligungsinvestitionen erleichtert.

(Redaktion)


 


 

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