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NRW-Grüne bekräftigen striktes Nein zur Atomkraft

(ddp-nrw). Die nordrhein-westfälischen Grünen wollen ihr Nein zu einem Comeback der Atomkraft zum Thema in den kommenden Wahlkämpfen machen. «Es führt kein Weg an der Fortführung des Atomausstieges vorbei. Atomkraft ist und bleibt lebensgefährlich, teuer und schützt auch unser Klima nicht», sagte Grünen-Landeschef Arndt Klocke der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf. Gemeinsam mit anderen Organisationen rufen die Grünen zur Teilnahme an einer Anti-Atomkraft-Demonstration am 25. April in Münster auf.

«Die Energiekonzerne propagieren Klimafreundlichkeit und Versorgungssicherheit, doch in Wahrheit geht es um den Erhalt von Machtstrukturen auf dem Energiemarkt und Profitmaximierung», sagte Klocke weiter. Angst werde geschürt, wenn von einer angeblichen Stromlücke gesprochen werde. «Diese Stromlücke ist eine Mär und dies belegen zahlreiche Energie-Szenarien der großen deutschen Forschungsinstitute und Umweltverbände», betonte Klocke.

«Mit spürbaren Strompreissenkungen kann nicht gerechnet werden. Die Ankündigung ist ein billiges Mittel, um die Atomenergie schmackhafter zu machen», sagte Klocke weiter. Wenn überhaupt, würden die Kosten pro Haushalt um maximal 50 Cent pro Monat sinken.

«Wir werden uns mit aller Kraft einem Rückfall ins Atomzeitalter entgegenstellen. Die AKWs sind nicht zuletzt wegen ihres hohen Betriebsalters zunehmend störanfälliger, und das weltweit», sagte der Grünen-Landesvorsitzende. Allein in Deutschland habe es bereits über 4000 meldepflichtige Zwischenfälle gegeben, eine Katastrophe habe bisher nur mit viel Glück abgewendet werden können. «Und wer garantiert uns, dass der nächste gezielte Absturz eines Flugzeuges nicht über einem Atomkraftwerk passiert», fragte Klocke.

1994 hatte die damalige SPD-Landesregierung die Stilllegung des einzigen NRW-Atomkraftwerks in Würgassen beschlossen. Im Atomkonsens vereinbarten die damalige rot-grüne Bundesregierung und die Atomindustrie zu Beginn des Jahrzehnts für jedes Atomkraftwerk eine sogenannte Regellaufzeit von 32 Jahren ab Inbetriebnahme. Seit Monaten fordern Industrievertreter sowie Politiker von CDU und FDP ein Comeback der Atomkraft.

(ddp)


 


 

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